Archiv für die Kategorie ‘Kunst’
Gratulation an den Dirigenten
Manchmal geht’s ganz schnell. Kaum übernimmt der Dirigent Wolfgang Turba das Akkordeon Orchester Kaufering von seinem Vorgänger Heinz Jürgens. Schon wird eine Straße nach ihm benannt. Gibt’s nicht – gibt’s schon.
Gut, die Straße hat nicht wirklich was mit der Dirigentschaft zu tun. Ich gratuliere Wolfgang Turba auf diese Weise für die herausragende Leistung am Samstag beim Konzert in Kaufering.
Mehr Informationen gibt es hier.
Was mich tröstet
Einziger Trost ist die Tatsache, dass ich immer irgendwelche Ideen habe, in die ich meine Energie, Aufmerksamkeit und Finanzen stecke. In der Vergangenheit gabs da schon diverse Weiterbildungen, Reisen oder auch Projekte im zwischenmenschlichen Bereich.
Immer stürze ich mich mit aller Inbrust darauf, glaube daran und bring mich ein. Meistens schieß ich bös übers Ziel hinaus, werd von Leben zurück gepfiffen und erweitere so meinen Erfahrungsschatz.
Es spielt also keine Rolle ob ich in der Vergangenheit viel oder wenig in die malermanufaktur investiert habe. Ich hab auf jeden Fall viel gelernt. Und ich komme nie in die Versuchung zu sagen: Hätt ich es doch versucht.
Es ist völlig normal, dass ich über derartigen Themen wochenlag brüte. Man hat’s ja an den Einträgen gesehen, oder besser am Fehlen der Einträge im Blog. Ich hatte nichts zu sagen, wollte nicht reden. Gut erkennbar ist auch die Wut, die sich immer dann in mir anstaut, wenn etwas nicht so läuft wie ich dachte. Manchmal klappt auch ein kleiner Teil meiner Vorhaben. Aber über den großen Rest, der schlecht ist bin ich meist so sauer, dass ich mich über den Erfolg nicht freuen kann.
Aber halt, das war die falsche Richtung. Ich tröste mich ja gerade. Alles halb so schlimm. Eine Erfahrung mehr.
Wie es künftig im Blog weitergeht weiß ich noch nicht. Ich grüble noch. Eigentlich hat mir das Schreiben immer gut getan. War manchmal ganz spannend, dass ich was in den Blog schreibe und mir am nächsten Tag das gleiche von völlig anderer Seite gesagt wird. Und manchmal gabs auch Feedback und manche Beiträge waren richtig gut.
Demotivation
Die letzten beiden Beiträge klingen demotiviert? Tatsächlich. Kann gar nicht sein. Wo ich mich doch seit Wochen frage wie es weiter gehen soll. Meine Wände sind voller Gemälde, die sich nicht verkaufen. Meine Arbeit ruht.
Ich kann und will nicht jedes Jahr meine sauer verdienten Kröten in eine Ausstellung stecken, die dann als Minusgeschäft endet. Als Minus für Finanzen, Energie und Psyche. Vom Lob allein kann ich nicht leben, geschweige denn meinen Haupt-Broterwerb aufgeben. So nebenbei hab ich auch nicht ständig die Energie mir einen neuen Ausstellungsort zu suchen: verhandeln, aufbauen, aushängen, hoffen, abbauen und alles wieder mit nach Hause. Wozu? Damit noch mehr Leute gesehen habe, dass ich ein Bild malen kann?
Ich brauche keine Bilder mehr in meiner Wohnung, die ist voll.Und in letzter Zeit ersticken mich die Bilder mehr, als sie mich erfreuen. Im Keller stehen übrigens auch überall Bilder rum, was soll ich damit?
Das Online-Geschäft hat gar nichts gebracht. Aufmerksamkeit, na klar, das schon. Vor allem von Portalen, bei denen ich Bilder ausstellen kann für nur 50,- EUR im Jahr bin ich dabei. Und verkaufen tu ich trotzdem nichts. Alles schon versucht.
Wenn ich aber nicht investieren will und kann, wie geht es dann weiter? Ich stecke in einer großen Krise – Schaffenskrise – Überlebenskrise – was auch immer. Ich kann mir ein Leben ohne malen nicht vorstellen, zumindest nicht langfristig. Aber der Versuch der Professionalität ist gescheitert. Scheinbar schaff ich auch mental den Spagat nicht zwischen Alltagsjob und Künstler.
Ich frage mich oft was aus meiner Kunst werden würde, wenn ich mich tagsüber nicht anpassen müsste. Wäre meine Kunst dann besser? Und wenn sie besser wäre, würde ich was verkaufen? Und wenn ich was verkaufe, könnte ich davon leben? Oder müsste ich in einem winzigen Zimmer leben und auf den Umsatz für die Miete hoffen. Das kann ich nicht und das will ich nicht.
Kunst für Jedermann
Bei meiner Arbeit für die Ausstellung ‘Das Leben ist bunt’ hab ich extra Bilder in kleineren Formaten gemalt, weil ich mir dachte, dass vielleicht jemand, der nicht so viel verdient und nicht so viel Platz hat, sich ein Kunstwerk, ein schönes Gemälde, leisten kann. Die bittere Erkenntnis:
Otto-Normalverbraucher will gar keine Kunst. Meine nicht und auch sonst keine. Er geht lieber zum Baumarkt und sucht sich in der Dekoecke den Ein-Millionsten-Druck eines schlecht gemaltes Herzens oder einer Toscanischen Landschaft. Buo ej Toscanische Landschaft, geh mir weg mit dem Scheiß. Ich kanns nicht mehr sehen. Schlecht gemalt, schlampig verarbeitet und immer noch überteuert – das kauft sich Otto-Normalverbraucher gern. Na vielen Dank.
Der kleine Mann auf der Straße verbraucht die Kunst gerne. Er geht auf Vernissagen, zur Kunstnacht oder zu ‘Kunst am Bach’. Sowas gibt es in kleinsten Gemeinden heutzutage. Rund um die Kunst wird ein Volksfest oder eine Abend- oder Nachtveranstaltung auf die Beine gestellt. Und alle kommen. Solche Veranstaltungen gibt es natürlich nur weil die EU Gelder für Kunstveranstaltungen zur Verfügung stellt. Und da man die Gelder will, macht man halt in Kunst. Außerdem findet sich immer eine Horde ehrenamtlicher Helfer, die sich gerne einbringt.
Rentabel sind die Veranstaltungen meist nicht, zumindest nicht für den Künstler. Für den Caterer vielleicht. Aber jeder kommt. Und jeder macht ah und oh für Lichterspiele und Musik zu später Stunde. Ob das Angebot Kunst ist weiß man nicht. Oft genug wird über die ausgestellten Werke nur müde gelächelt, wenn nicht gar gespottet. Alles schon erlebt.
Wenn Kunst aber nur was für eine kleine reiche Elite ist, an die eh keiner rankommt. Wieso mach ich dann in Kunst?
Die Kunstwelt
… ist eine Branche wie jede andere auch. Das war mir schon klar.
… ist für Menschen mit Geld. Wer Geld hat oder aus reichem Haus kommt kann sich die teuren Teilnahmen an Biennalen, die Organisation von Ausstellungen oder das aufwändige Leben mit vielen Reisen leisten.
… hat ihre eigenen Regeln. Und ein Außenseiter ist nicht gefragt.
… lebt davon, dass eine kleine Klientel Menschen nichts anderes zu tun hat, als festzulegen was Kunst ist und was nicht.
… verbraucht ihre Akteure genauso wie Film, Theater oder Comedy. Das muss man mögen.
… vertreibt sich die Zeit mit sich selbst. Sei skandalös, fall auf, provoziere. Dann bist Du Tagesgespräch und ein Kunstwerk.
… lebt von der Beachtung und der Bewunderung der Menschen, die sich Kunst gar nicht leisten können und auch nicht leisten wollen.
… kann mich mal.
Otello in der Staatsoper München
Gestern abend gabs Otello. Mei war des schön. Die Staatsoper in München erreichten wir grad noch rechtzeitig. Stau und Rushhour machten uns die Anreise schwer. Aber dank dem besonnenen Handeln meines Begleiters klappte alles. Sitz gefunden und 1 Minute später gings los. Ich war noch ganz atemlos.
Und der Auftakt der Oper machte mich gleich noch mal atemlos. Sturm, Kampf, Tumult und großer Chor – wow. Nachdem das Liebespaar des Abends sich ihrer Zuneigung versichert hatte, gingen schon die Intrigen los. Wie sich das für eine richtige Oper gehört.

Jago, die Ratte, spielte den beiden übel mit. Sorgte für Verrat, Misstrauen und Eifersucht. Dank der Übertitel konnte man die Handlung verfolgen. Gesungen wurde italienisch, verstehen konnte man davon aber nix. Das Bühnenbild war modern und richtig gut.
Nach drei Stunden Arien und klassischen Klängen war Desdemona von Otello erwürgt, Roderigo von Cassio getötet, Jago geflohen, Otello beging Selbstmord. Und die Menge applaudiert. 
Mir gefällt’s nicht
Kunst, geh mir weg mit Kunst. Da find ich in der Kunstzeitung einen Artikel, der mich interessiert. Ich les und denk mir, schau Dir die Künstler und Kunstwerke gleich mal Online an. Ich finde Informationen – klaro – wir leben im Zeitalter von Internet.
Künstler pflegen eher weniger selbst eine Homepage, sondern überlassen das lieber den Galeristen. Die Kandidaten aus der Künstlerzeitung sind meist bei ‘Artnet‘ vertreten. Sicher sind die gezeigten Werke nur ein Auszug aus deren Schaffen.
Aber – mir gefällt kaum was.
Nach dem dritten Künstler hör ich auf zu suchen.
Und ich möchte noch trennen, zwischen dem was ich für kunstvoll halte und somit toleriere, obwohl wenn es mir nicht gefällt. Baselitz z. B. gefällt mir nicht, ist meiner Meinung nach dennoch Kunst. Anderes dagegen finde ich einfach nur scheiße.
Wild durcheinander aufgeklebte Klebestreifen auf einer Leinwand sind für mich keine Kunst. Ein Pappkarton mit Plakafarbe und nackter weiblicher Puppe drin – keine Kunst. Zwei Besen in eine Ecke gelehnt – keine Kunst. Da nützt auch der klingende Name ‘Cleaning the House’ nichts.
Somit sind wir wieder mal bei der oft gestellten Frage: Was ist Kunst?
Möge jeder sich seine Antwort selbst definieren. Und mir für ein Gemälde 32 Mio EUR bezahlen. ![]()
Sponsor, Mentor und Co.
Es ist schön, wenn jemand Zeit hat, sich mit Künstlern zu befassen.
Ein Jemand, der mit den Höhen und Tiefen des Kunstschaffens umgehen kann, der die Launen eines Künstlers ertragen kann.
Ein Jemand, der sich die Zeit damit vertreibt, Menschen kennen zu lernen und zu fördern, der es versteht Kontakte zu knüpfen.
Ein Jemand, der sich im Kunstgeschehen auskennt, weiß wie der Hase läuft, der zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort ist.
Ein Jemand, der geistig und körperlich große Distanzen zurück legen kann, der als Mittler zwischen den Welten fungiert.
Ein Jemand, der Grenzen überschreiten kann, der Toleranz für andere Meinungen und Stilrichtungen hat.
Ein Jemand, der die finanziellen Mittel hat um zu reisen, zu unterstützen, einzuladen, zu vernetzen und natürlich zu kaufen.
WILL ICH AUCH HABEN![]()
arte mea Kunstportal
Ich bin bei arte mea angemeldet. Und ich hab versucht mich da einzubringen. Aber das Portal mach mich ganz irre. Was ich suche find ich nicht, bei vielen klicks bricht das Programm ab und außerdem versteh ich manches nicht. Das Portal ist unübersichtlich, schwer zu bedienen und nervig. Ganz klar beide Daumen nach unten.
Es soll übrigens ein Portal für Kunst- und Designauktion sein. Und manche haben es sogar geschafft, dass sie Kunstwerke zur Versteigerung anbieten, aber die Geduld hab ich nicht.
Übrigens: Ich find den Button zum finalen abmelden nicht. Also bleib ich angemeldet. Aber sonst gibt’s von mir da nix.
artnet, Kunstportal
News und Kommentare gibts im artnet-Magazin. Auktionsberichte, Künstler und Galerien aus aller Welt runden das reichhaltige Angebot des Kunstportals ab. ![]()
- Auszug aus „über uns“ -
… „artnet ist eine Online-Plattform, mit deren Hilfe man Kunst kaufen, verkaufen und recherchieren kann. Unser Gallery Network ist das größte seiner Art. Mehr als 2.200 Galerien in über 250 Städten präsentieren online über 158.000 Arbeiten von mehr als 39.000 auf der ganzen Welt ansässigen Künstlern. Das Netzwerk wurde für Händler und Kunstkäufer gleichermassen gestaltet: Es gibt ihnen einen Überblick über den Markt und die aktuellen Preistrends und bietet die Möglichkeit zur sofortigen, kostengünstigen und globalen Kontaktaufnahme. Zu den anderen wesentlichen Dienstleistungen gehören das artnet Magazin, die Zeitschrift der Kunstmarktspezialisten mit täglich aktuellen Nachrichten, Besprechungen und Artikeln von bekannten Autoren der Kunstwelt, und die Price Database. Die Price Database von artnet ist das umfassendste bebilderte Archiv internationaler Auktionsverzeichnisse und enthält die Ergebnislisten von mehr als 500 internationalen Auktionshäusern seit 1985. Von den Alten Meistern bis zur Gegenwartskunst beinhaltet die Price Database mehr als 3,8 Millionen Kunstwerke von über 182.000 Künstlern.“ …
Immer interessant reinzulesen!
Gedok, Verband der Gemeinschaften der Künstlerinnen und Kunstförderer e.V.
Die Gedok ist der Verband der Gemeinschaften der Künstlerinnen und Kunstförderer e.V., das älteste und europaweit größte Netzwerk für Künstlerinnen aller Sparten:
- BILDENDE KUNST
- ANGEWANDTE KUNST
- MUSIK
- LITERATUR
- DARSTELLENDE KUNST
Hier die Aufgaben und Ziele der Gedok.
- Die GEDOK zählt heute rund 3.600 Mitglieder in 23 deutschen Städten und Regionen und in Wien.
- Die GEDOK bringt das Werk und die Leistung von Künstlerinnen an die Öffentlichkeit.
- Die GEDOK hat zum Ziel, die besondere Lebens- und Arbeitssituation von Künstlerinnen zu verbessern.
- Die GEDOK setzt sich ein für die geschlechtergerechte Gestaltung aller Bereiche künstlerischen Schaffens.
- Die GEDOK engagiert sich über nationale und internationale Kultureinrichtungen, politische Gremien, Verbände und Multiplikatoren für ihre Mitglieder.
- Die GEDOK bietet ihren Mitgliedern ideelle und finanzielle Hilfe durch das Engagement ihrer Kunstförderer, Männer und Frauen.
- Die GEDOK unterstützt die Künstlerinnen durch aktive Mitarbeit bei allen Veranstaltungen.
- Die GEDOK präsentiert sich der Öffentlichkeit durch interdisziplinäre Kunstprojekte,internationale Wettbewerbe, Ausstellungen, Konzerte, Lesungen, Performances, Podiumsdiskussionen und wissenschaftliche Symposien.
- Die GEDOK publiziert Kataloge, Dokumentationen, sowie Anthologien, CDs und DVDs.
- Die GEDOK ist als gemeinnützige Organisation anerkannt. Ihre Mitglieder engagieren sich ehrenamtlich.
- Die GEDOK bezieht ihre finanziellen Mittel aus Beiträgen und Spenden sowie projektgebundenen Zuschüssen.
- Die Aufnahme in die GEDOK erfolgt über die Regionalgruppen. Ein Hochschulabschluss ist erwünscht, aber auch Autodidaktinnen können sich bewerben. Die Jurys der Regionalgruppen entscheiden über die Aufnahme.
Wochenlang hab ich mich um die Entscheidung rum gedrückt. Bis ich mich Mitte März bei der Gedok um eine Mitgliedschaft beworben habe. Nach der Pleite mit dem BBK war ich doch etwas verschreckt, aber im Endeffekt möchte ich wissen was geschieht. Also hab ich Fotos meiner Kunstwerke mit einem Bewerbungsschreiben an die Gedok geschickt und seither warte ich.
Kreativität trifft Technik
Was kommt dabei raus, wenn Technik und Kreativität aufeinander treffen? Chaos? Perfektion? Neue Dimensionen?
Wenn Kreatitivät ohne Technik ans Werk geht kann das Ergebnis spektakulär sein, aber evtl. auch von kurzer Dauer. Dann kann sich ein Gemälde innerhalb kürzester Zeit zerlegen oder das Kunstwerk wird von der Putzfrau als ‚Verunreinigung’ weggeräumt.
Technik allein erreicht auf jeden Fall Perfektion, allerdings nur aus funktionalen Aspekten. In der Realität werden heute sogar Werkzeugmaschinen designt, von Autos oder Flugzeugen mal ganz zu schweigen. Das Auge ‚isst’ eben mit.
Spannend wird die Synthese von Kreativität und Technik. Dann gibt es erstaunte Gesichter auf beiden Seiten. Dann tun sich neue Dimensionen auf. Dann gibt es ein Feuerwerk an Ideen und große Dinge können geschehen. Eine direkte Paarung ergibt übrigens:
Kreatnik
oder
Tectivität

artists.de – die online-galerie für zeitgenössische kunst
Inhalt
- Online-Marktplatz für Künstler, Sammler, Galeristen
Zahlen
- 35 Galerien gemeldet
- ??? Künstler gemeldet
- rund 21000 Gemälde, 2000 Zeichnungen, 4400 Fotografien, 1100 Grafiken, 2.700 Skulpturen, 900 Medien, digitalart
Zugriffe
- Besucher/Favoriten der eigenen Gemälde werden zahlenmäßig erfasst und ausgewiesen
Navigation
- Gemälde, Zeichnungen, Fotografien, Grafiken, Skulpturen, Media
- Künstlersuche, Werksuche
Nutzung
- Schnelles Durchleuten des Online Angebots möglich
- Rubrizierung sinnvoll und übersichtlich
- Handling einfach leicht übersichtlich
- Anmeldung easy
- Upload klappt, begleitende Eintragungen sind überschaubar
- Möglichkeit der Eingabe von Keywords zur verbesserten Suche gegeben
- Favoriten Funktion macht ‘Stöbern’ angenehmer
Online Stellung
- 100 eigene Kunstwerke
Preis
- kostenlos
Spezial
- Eigene Homepage in wenigen Minuten (kostenpflichtig)
Negativ
- Vorhandene Homepage ist nicht verlinkt
- Kein Überblick über Verkaufszahlen
- Keine Page Impressions, Zugriffszahlen
- Die Länge des Textes beim Gemälde ist zu kurz, muss meist abgekürzt werden
- Linkführung bei Upload von mehreren Bildern manchmal verwirrend
Statement
- Alles in allem ist das Portal ein angenehmes Tool um Kunstwerke zu zeigen. Der Aufwand für die eigene Präsentation ist überschaubar, die Darstellung ist ausreichend. Ob der Verkauf der eigenen Kunst dadurch gesteigert werden kann wird die Zeit zeigen.

Das Internet
… ist wirklich eine tolle Erfindung. Kommunikation mit der ganzen Welt. Einfaches Handling. Google erleichtert die Suche. Neue Marktplätze sind entstanden, neue Geschäftsmodelle schießen aus dem Boden wie Pilze.
… kann aber auch nerven. Seit Tagen checke ich die verschiedenen Kunstportale. Lade Gemälde in Datenbanken, schreibe Bildbeschreibungen, trage Gemäldegrößen ein und fülle Persönlichkeitsprofile aus.
Der Unterschied der verschiedenen homapages ist groß. Von ‘leicht handlebar’ bis ‘ich krieg gleich einen Anfall’ ist alles dabei. Was bei der einen ‘klasse strukturiert’ ist kann beim der anderen zu einer ‘Such-Psychose’ führen. Auf meiner homepage führe ich eine Link-Liste mit Portalen. 
Wer sich für mehr interessiert kann hier klicken.
Tiefpunkt
Es ist so einfach zu berichten was ich tu, wenn ich was tu. Wenn ich voller Eifer abends ins Arbeitszimmer stürze und male. Wenn ich schon tagsüber fiebrig darauf warte, dass Feierabend wird. Wenn sich die Bilder in meinem Kopf überschlagen, die Ideen mich Nachts in meinen Träumen verfolgen und ich am Morgen noch vor dem Frühstück schlaftrunken das Ergebnis des Vorabends begutachte. So einfach.
Schwieriger wird es, sich zu outen, wenn nichts geht. Seit Tagen frage ich mich warum ich das mit der Malerei überhaupt angefangen habe. Ist doch eh alles Mist. Warum buttere ich jeden müden Cent, den ich mehr oder weniger übrig habe, in Farbe, Leinwand und Rahmen, wenn doch keiner was kauft. Warum schreibe ich über das Leben einer Künstlerin, wenn ich mir gar nicht wie eine Künstlerin vorkomme?
Im Moment ist alles so sinnlos. Was soll ich mit einem Pinsel? Wie konnte es passieren, dass so viele Bilder von mir rumhängen? Was war es, das mich bewogen hat, diese Gemälde zu schaffen? Das soll Spaß gemacht haben? Ist mir im Moment völlig unverständlich. Ich bin schon froh, dass ich den Blog weiterführe. Hab eh länger nichts geschrieben. Und wenn ich mich nicht so zusammen nehmen würde gäbs noch immer nichts zu lesen. Weiß gar nicht, worüber ich schreiben soll, weil malen kann ich im Moment nicht. ![]()
Ich kann nur warten bis das wieder vorbei geht. Wenn es vorbei geht.
Fremd bestimmt – Selbst bestimmt
Jeder, der kreativ tätig ist, setzt eine bestimmte Aufgabe, eine Idee auf seine Weise um. Es ist egal ob es um die kreative Gestaltung einer Werbung oder eines Gemäldes geht. So einmalig wie die Idee, so einmalig ist die Umsetzung.
Hat man schließlich die kreative Leistung vollbracht und setzt das Ergebnis der Kritik der Allgemeinheit aus, dann wird’s spannend. Dann kommt der eine und findet es gut, der andere fände es gut wenn man ein Element anders gestalten würde. Ein anderer kann den Zusammenhang zwischen Aufgabe und Umsetzung nicht finden. Persönliche Vorlieben, Geschmäcker, Erinnerungen spielen eine große Rolle.
An dieser Stelle muss sich jeder Künstler fragen, was er will. Will er das produzieren was der Allgemeinheit gefällt. Will er auf die speziellen Wünsche eines Auftraggebers eingehen oder macht er einfach nur was er will.
In der Malerei mach ich einfach nur was ich will. Auftragsarbeiten sind für mich extrem schwierig. Ich arbeite zwar derzeit an einer und ich bin sicher, ich kann sie zur Zufriedenheit fertig stellen. Aber es macht mir viel mehr Spaß keine Rücksicht nehmen zu müssen. Gerade in der Kunst muss man diese Entscheidung treffen. Bin ich fremd bestimmt oder tu ich was ich will. 
Auf die Gefahr hin, dass das Ergebnis nicht reißenden Absatz findet.
Mark Rothko – fast live
Die Kunsthalle München und die Hamburger Kunsthalle haben es möglich gemacht – Mark Rothko – fast live. Eine Retrospektive, die absolut sehenswert ist oder besser war. Beeindruckend wie viele Gemälde in einer Ausstellung vereint werden konnten. Der malerische Lebensweg wird gezeigt, ein Film ergänzt die Werke mit interessanten Informationen zu seinem Leben und Schaffen. Die Persönlichkeit Marc Rothko wird greifbar.

Die Räume werden geprägt von der Stimmung großformatiger Gemälde. Farben drängen sich ins Bewußtsein und ins Unterbewußte. Geht man seinem Wunsch nach und betrachtet die Gemälde aus geringer Distanz wird man gefangen von den Farben. Ich tauche ein in die Tiefen von blau, grün, rot, braun. Lasse mich verzaubern von den monumentalen Größen der Gemälde.

Ich frag mich bei fast jedem Bild wie er es denn gemacht hat. Ich möchte gerne die Rückseite der Gemälde sehen, möchte sie berühren. Ich betrachte die Qualität der teilweise 50 – 60 Jahre alten Bilder, forsche nach Bildaufbau, nach benutzten Malutensilien und verliere mich dabei ganz in der Wirkung der Komposition.

Rothko selbst sagte, dass es ihm um den Ausdruck der grundlegenden menschlichen Emotionen gehe: „Ich bin kein Abstraktionist. Mich interessiert nicht das Verhältnis von Farbe oder Form oder irgend so etwas. Mich interessieren nur die grundlegenden menschlichen Emotionen: Tragödie, Ekstase, Schicksal … Die Tatsache, dass Leute zusammenbrechen und weinen, wenn sie mit meinen Bildern konfrontiert werden, zeigt, dass ich diese Gefühle kommunizieren kann … Die Leute, die vor meinen Bildern weinen, haben die gleiche religiöse Erfahrung wie ich, als ich sie gemalt habe.“
Noch finden Sie hier einige Kunstwerke und eine kleine Einführung von der Kunsthalle Hamburg.
Übrigens das letzte Rothko Gemälde ging für 72,84 Mio Dollar (inkl. Kommission) bei Sotheby’s im Mai 2007 über den Tisch. Ein echtes Schnäppchen. Den Bericht dazu finden Sie hier.

Bequem – Unbequem
Ein Künstlerleben ist bequem:
- Ein Künstler kontrolliert sein Leben nicht. Er kommt und geht wie er will, versauert im Dreck oder scheucht eine Putzfrau durchs Atelier. Er verschlampt oder glänzt – ganz wie er will.
- Der Künstler kann arbeiten wann er will. Es ist bekannt, dass viele Künstler nachtaktiv sind.
- Der Künstler kann frei seine Meinung äußern, sollte sie zu unbequem sein, wird sie einfach als Kunst deklariert.
- Ein Künstler kann sich kleiden wie er will, schließlich ist er ein Künstler. Avantgardismus wird eher erwartet als abgelehnt.
- Ein Künstler kann rauchen, trinken, Drogen konsumieren – alles im Dienste der Kunst, irgendwoher muss er ja die geistige Freiheit nehmen. Exzessiver Alkoholkonsum gehört schon beinahe zum guten Ton.
- Ein Künstler muss seine Finanzen nicht kontrollieren. Ist doch klar, dass das ein unsicheres Geschäft ist. Die mühsam verdienten Mäuse müssen auch schnellstens unters Volk gebracht werden, nach den langen Entbehrungen.
- Ein Künstler hat eine Muse, eine Inspiration, manche haben sogar mehrere. Oft bleibt es aber bei ein und der selben. Kokoschka war so ein Kandidat in seiner Liebe zu Alma Mahler. Hier die ‘Windsbraut’


Ein Künstlerleben ist unbequem:
- Für den Künstler, weil er gejagt wird von seinen Ideen, den Bildern in seinem Kopf, dem Wunsch sich auszudrücken.
- Für den Künstler, weil seine Gier nach Leben, Liebe und Lust bestimmend ist. Sie läßt nichts anderes zu.
- Für den Künstler, weil er nach großen Schaffensphasen in eine große Untätigkeit fällt, die sehr erschreckend sein kann.
- Für die Umgebung, weil die freie Lebensweise gern mal neidisch macht: Zeit haben, nicht im fremdbestimmten Arbeitsrhytmus leben.
- Für die Umgebung, weil auch eine Muse Bedürfnisse hat, ein Eigenleben führt, das sich nicht zwingend mit dem des Künstlers deckt.
- Für die Umgebung, weil die Anregungen des Künstlers auffordern, zum Nachdenken, Umdenken, Mitdenken, zum Infrage stellen, zum Partei ergreifen – und wer will schon in Frage gestellt werden.

Hannah Höch – Schnitt mit dem Küchenmesser
Bei all dem muss man aber wissen, es geht das Eine nicht ohne das Andere. Die Kreativität nicht ohne die Leere. Das Licht nicht ohne den Schatten. Die Leidenschaft nicht ohne den Schmerz. Die körperliche Höchstleistung nicht ohne die Erschöpfung. Das Leben nicht ohne die Liebe. 
Essen, Musik, Kunst – Leidenschaft
Kerzenlicht in einem italienischen Restaurant, laute Musik aus alten Tagen, regennaße Haut in einer Sommernacht – Kitsch? Kann schon sein. Die damit verbundenen Emotionen sind aber echt. Und sie inspirieren Künstler.
Widerstand gegen ein politisches Regime, Kampf gegen Unterdrückung, Angst vor dem Morgen. Auch echt. Auch viele Emotionen. Auch eine Inspiration. Picasso, 1881 – 1973, malte dieses Bild als Protest gegen das skrupellose Bombardement der ungeschützten Zivilbevölkerung im zweiten Weltkrieg.
Krankheit, Gebrechen, Tod – ein Thema um das sich mancher gerne drückt. Für Künstler ist auch dieser Bereich Quelle der Inspiration. Andrew Wyeths bekanntes Gemälde ‘Christinas Welt’ stellt eine junge Frau dar, die sich nur kriechend oder mit einem Rollstuhl bewegen konnte.
Diesen Vorteil haben Künstler. Sie sehen ein Thema, erkennen die Brisanz für sich oder für andere. Sie geben sich der Faszination des Moments hin, tauchen ganz ein, nehmen die Situation auf und dann beginnen sie zu planen. Bildaufbau, die Wahl der Mittel, Farbe, Formen – Studien werden erstellt, Modells werden gesucht und wie ein Architekt seine Gebäude, so planen manche Maler Ihre Gemälde. Wyeth begann mit Skizzen vom Haus.
Zitat Wyeth: „Monatelang arbeitete ich an dem Hügel, dem brauen Gras – und bewahrte den Gedanken an sie in ihrem rosa Kleid, wie eine getrocknete Hummerschale, die man am Strand findet, zerbröckelt.“
Der Stärke der Emotionen tut dieses Planen keinen Abbruch. Künstler haben die Gelegenheit, den Gedanken zu Ende zu denken, das Gefühl zu durchdringen, es zu begreifen. Die Idee vereinamt alle grauen Zellen, fordert zum Ausdruck auf, regt zur Umsetzung an.
Kunst hat den Künstler im Griff. Sie läßt ihn nie mehr los.
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