Archiv für die Kategorie ‘Bildentstehung’
Frau am Start
Ich hab angefangen zu arbeiten. Mädels malen ist mir das Liebste. Ich hab im Archiv geblättert und mir eine ausgesucht. Wie aus dem Katalog. Das klingt jetzt nicht so gut. Aber – das Foto, das diesem Bild zugrunde liegt hab ich selbst gemacht, das Modell ist einverstanden, dass es auf der Leinwand verewigt wird. Und ich bin froh, dass ich wieder was tu.
Vorher – Nachher
Der Grund für Firnis ist klar. Die Oberfläche wird geschützt, verschlossen und unempfindlich für Verschmutzungen. Außerdem werden Unebenheiten in der Oberfläche ausgeglichen. Hier kann man das gut sehen.
Vorher

Nachher

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32 Mio EUR
In Worten: Zweiunddreißigmillionen EUR für ein Ölbild von Matisse. 32.000.000 EUR – das ist eine 32 plus 6 Nullen!
Da bin ich platt. So sieht das Kunstwerk aus, das seinen Besitzer gewechselt hat:
Die Sammlung von Yves Saint Laurent und Pierre Bergé wurde von Christie‘s und Pierre Bergé & Associés im Febraur im Grand Palais versteigert. Erlös: 206 Millionen Euro für 59 Lose. Noch Fragen?
Morgen – Arbeit
Ich geh morgen zur Arbeit – nach 3 Wochen Urlaub. Ich sehe dem gefasst entgegen. 
Urlaub Ende
Der Urlaub ist aus. Es bleibt nur noch das Wochenende.
Schluss mit Füsse kühlen im Baggersee

kein Schwimmen

kein Rumhängen

kein Liegen in der Sonne

und natürlich kein Betteln nach Essen mehr

Wo ist sie denn?
Wo ist sie denn, die Motivation? Grad war sie doch noch da und nun ist sie weg. Wenn es so weitergeht, kann ich den Esstisch wieder zum Esstisch umbauen. So schön ist die alte Decke auch nicht auf dem Tisch.
Oberausrede: Es ist eh Sommer, da geht nicht viel. 
Licht an!

„Lichter im Dunkeln, kann man doch inzwischen sehen?“
„Dunkel wird’s langsam“
„Muss es werden, dann sieht man das Licht besser!“
„Mach doch einfach einen Lampe an“
„?!?“
„Schon gut“
Lights
Vorzeichnung Lights
Das Gemälde wird ziemlich groß. 1,20 m x 1,00 m. Und die Aquarellschichten sollten liegend aufgetragen werden, weil ich keine Tropfen auf dem Bild will. Mein Esstisch ist mit dem Format fast überfordert. Das kann ja was werden, wenn ich mich an 1,50 x 1,00 m rantraue.
3D an der Wand
Jetzt hängen Sie rum, die nächsten 6 Gemälde nach dem Motto 3 D. Wer genau hinschaut sieht 3 Gemälde bei denen die obere Fläche der Quadrate Orange ist und 3 Gemälde mit grünen Flächen. Damit ich weiß auf was ich mich zu bewege hab ich ein fertiges Bild mit gelber Fläche dazu gestellt.
Ich hab große Mühe bei jedem Bild auf einheitliche Linien zu achten. Es wird ein heilloses Durcheinander geben.
‘Lights’ – einen Namen gibts schon

„Lights?“
„Ja, ‘Lights’ ist doch logisch, weil ich doch Lichter male“
„Lichter?“
„Ja, die Lichter aus des Fotoexperimenten. Die Bilder sind doch beim Autofahren entstanden. Autolichter im Dunkel beim Fahren!“
„Autolichter im Dunkeln beim Fahren – schon gut“
„Manno, guckst Du hier“

Bild ohne Rahmen
Die beiden ‘Sticky’-Bilder sind übrigens 3D. Will sagen, sie werden keinen Rahmen bekommen, weil der Rand auch bemalt wird. Ich hab die Bespannung nicht am Rand befestigt, wie üblich, sondern hinten. Der Rand wurde mitgrundiert und nun hoffe ich, dass die Grundierung hält, auch an den Seiten und an den heiklen Ecken. Wenn die Farbe mal komplett aufgetragen ist, wird das Kunstwerk etwas unempfindlicher, aber bis dahin ist äußerste Vorsicht geboten.
Annäherung
Brombeer soll rauskommen, hellgrau und dunkelbrau, vielleicht mit etwas grün. Is scho recht. Dann näher ich mich mal etwas an.

Was’n das da

„Das ist die erste Vorzeichnung für die neuen großformatigen Bilder!“
„Aha“
„Ja, weißt doch. Angelehnt an die Fotoexperimente möchte ich Bilder malen!“
„Aha, experimentelle Fotografie“
„Ja was nun. Das wird schon noch. Man kann ja noch gar nichts erkennen“
„Nein, kann man nicht“
„Schon gut“
Sticky, 2-teiliges Ölgemälde abstrakt in Arbeit

Mal kein Trio sondern ein Duett. Zwei Gemälde, die eindeutig in Verbindung stehen. Das ist der erste Wurf, ich bin selbst gespannt wie es weitergeht. Das Motiv ist nicht flächig angelegt, sondern erkennbar wenn man den Titel gelesen hat.
Neuland, eine Entdeckung, ein Abenteuer und ich weiß nicht wie es ausgeht. 
Brombeer, hellgrau und dunkelgrau



Also, Familie, ich bin dran an brombeer, grau und weiß. Vielleicht schaff ich es ja zu Weihnachten, so wie beim letzten mal. Ich geh allerdings nicht davon aus, dass Familie das nicht liest, sie werden überrascht sein und von nichts wissen, wenn sie die Bilder dann sehen.
Aber, macht ja nichts. Manchmal fehlt die Aufmerksamkeit gerade von Seiten, von denen man sie ganz besonders erhofft. ![]()
Aquarell, die erste Schicht
Gearbeitet wird fett auf mager. Die ersten Schichten sind sehr mager – Aquarell. Der Kreidegrund wird langsam gesättigt. In dieser Vorzeichnungsstufe wird das Motiv, die Farbverteilung festgelegt. Ein mords Gepritschl.

Ausdauer gefragt
Wer hatte eigentlich die blöde Idee, dass ich ein Thema weiter verfolge, variiere bis zum Abkotzen?
Ich war’s zugegeben. Der Gedanke war einfach zu verlockend. Nimm 3 x 3D und mach daraus 9 x 3D. Ich bin sicher wenn es fertig ist haut es richtig rein. Aber die Arbeit am Motiv langweilt. Hier noch mal zu gucken.









Das reizvolle war damals schon der Durcheinander, den Farbe und Bilddrehung bringen. Bei den drei fertigen Gemälden hat der 3D Würfel ein gelbes Dach. Die Kommenden werden 3 x ein grünes Dach und 3 x ein oranges Dach haben.
Zwei Schichten Aquarell sind drauf und eine Schicht Balsamterpentin. Man kann erkennen wo’s lang geht. Und ich muss mich sehr bemühen ständig das gleiche zu machen.
Die neue Berichterstattung
Schon gemerkt, die neue Berichterstattung im Fernsehen steckt voller Spannung. Sie wird getragen durch Fragen und schlechte Prognosen. Ich versuch hier mal eine Bildentstehung ähnlich aufzubauen.
… Um ein Gemälde in klassischer Maltechnik herzustellen wird enorm hohes Fachwissen und eine besondere Ausdauer verlangt. Die Spezialistin Astrid Keller sorgt schon bei der Auswahl der Substanzen für absolute Reinheit. Wird ihr das Kunstwerk gelingen?
Die Ausgewogenheit des Rahmens sichert sie durch die Verwendung von extrem rechten Winkeln. Nur durch die Verwendung von exakten Werkzeugen ist die Produktion eines ausgewogenen Grundgerüsts möglich. Durch eine Vielzahl von Prüfungen wird ein rechtwinkliger Rahmen sichergestellt. Eine nervenaufreibende und zeitaufwändige Tätigkeit.
Nach dem Rahmenbau folgt die Bespannung. Ein heikles Unterfangen. Die Leinwand darf später keine Wellen haben, keine Einschlüsse dürfen erkennbar sein. Um diesen hochwertigen Träger zu gestalten muss die Künstlerin enorme Sorgfalt an den Tag legen. Keine Minute darf ihre Aufmerksamkeit abgelenkt werden. Nur bei optimaler Spannung der Leinwand kann der Kreidegrund auftragen werden. Erst wenn alle Tackerklammern sitzen zeigt der Hörtest ob weiter gearbeitet werden kann oder ob die Arbeit von vorn begonnen werden muss. Eine große Anspannung für Material und Handwerker.
Noch immer ist der Ausgang der Arbeit in Frage gestellt!
Nur die feinsten Materialien können für den Kreidegrund verwendet werden. In zahllosen Stunden trägt die Künstlerin Schicht um Schicht auf die Leinwand auf. Viel Fingerspitzengefühl beim Auftragen, für die Trocknungs- und Schleifphasen sind gefragt. Selbstverständlich schützt sich die Malerin vor den gesundheitlichen Schäden des Kreidegrunds durch Mund- und Augenschutz. Gelangen toxische Substanzen in den Körper ist mit ernsthaften gesundheitlichen Schädigungen zu rechnen.
Werden sich die vielen Arbeitsstunden lohnen?
Erst der eigentliche Farbauftrag zeigt, ob das Experiment gelungen ist. Manchmal lassen sich Schädigungen der Grundierung erst in höheren Malschichten erkennen. Eine Vielzahl von Arbeitsstunden sind dann dahin. …
Mann, wenn ich das les, wird mir ganz Angst.
Nostalgie I-III



Da fehlt nicht mehr viel. Vielleicht ein paar Lichter, ein paar Schatten? Na viel jedenfalls nicht mehr. 
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