Archiv für Juli 2009|Monatliche Archivseite

Otello in der Staatsoper München

Gestern abend gabs Otello. Mei war des schön. Die Staatsoper in München erreichten wir grad noch rechtzeitig. Stau und Rushhour machten uns die Anreise schwer. Aber dank dem besonnenen Handeln meines Begleiters klappte alles. Sitz gefunden und 1 Minute später gings los. Ich war noch ganz atemlos.nationaltheater2

Und der Auftakt der Oper machte mich gleich noch mal atemlos. Sturm, Kampf, Tumult und großer Chor – wow. Nachdem das Liebespaar des Abends sich ihrer Zuneigung versichert hatte, gingen schon die Intrigen los. Wie sich das für eine richtige Oper gehört.

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Jago, die Ratte, spielte den beiden übel mit. Sorgte für Verrat, Misstrauen und Eifersucht. Dank der Übertitel konnte man die Handlung verfolgen. Gesungen wurde italienisch, verstehen konnte man davon aber nix. Das Bühnenbild war modern und richtig gut.Otello3

Nach drei Stunden Arien und klassischen Klängen war Desdemona von Otello erwürgt, Roderigo von Cassio getötet, Jago geflohen, Otello beging Selbstmord. Und die Menge applaudiert. ikon_internet_72

Art Karlsruhe, 4.3.- 7.3.2010

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Auch das ist im nächsten Jahr ein Pflichtbesuch.

Art Basel, 16.10. – 20.10.2010

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Nicht vergessen, da will ich  nächstes Jahr hin.

art bodensee – wichtig oder unwichtig?

Seit Tagen beobachte ich die Online-Berichterstattung über die art bodensee. Artnet ist sonst immer vorn dabei, wenn es um die Art Cologne geht oder andere Messen/Ausstellungen/Auktionen. Aber diesmal – kein Wort!

Auch Google-News gibt keine Nachberichte zum Besten. Vorberichte, ja schon, da scheint die Marketingmaschine funktioniert zu haben. Aber der Abspann findet nicht wirklich statt.

Auf der Website der art bodensee gibt es natürlich einen Schlussbericht. Aber sonst? NIX.

Die art bodensee ist eine kleine kuschelige Messe. Die 50 Galeristen ermöglichen überschaubaren Kunstgenuß ohne zu überladen. Ich fand die Stimmung gut. Scheinbar gab es auch Verkäufe. Das fehlende Medienecho irritiert mich dennoch. ikon_internet_72

Regine Schumann, geb. 1961

Spannende Werke hat Regine Schumann auf der art bodensee ausgestellt. Ihre ‘Leuchtstücke’ sind echt ein Erlebnis:

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Mehr Informationen über Regine Schumann finden Sie auf Ihrer Website.

Rosenstolz: Anders als geplant

Moped kaputt

Na toll, da will ich in der früh mit dem Moped zur Arbeit fahren. Und siehe da nix geht. Also gar nix. Es zuckt nicht mal. Hmmmmpff

Ich weiß schon, ich fahr zu wenig damit. Und mein kleiner Schatz steht draußen. Aber die Batterie wurde dieses Jahr schon einmal neu geladen. Und ich bin schon gefahren.

Vielleicht hat ein bösartiges Kleintier irgendwas durchgeknabbert? Oder … Ach ich weiß auch nicht.

Der Versuch mit dem Moped zu fahren hat sich auf jeden Fall gelohnt. Die Haare sind platt (Helmhaare buä) , die Hose ist voller Dreck (hätt den Sitz vorher putzen sollen) und jetzt kann ich sehen wie ich das Baby zum Laufen krieg. ikon_internet_72

Ach ja, die Kurve zur Kunst hab ich jetzt nicht gekriegt.

Bruno Kurz, geb. 1957

Die Arbeiten von Bruno Kurz auf der art Bodensee haben mir sehr gut gefallen. Hier ein paar Eindrücke

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Mehr Informationen über Bruno Kurz, Biografie, Bibliografie, Ausstellungen uvm. finden Sie auf seiner Website.

Toller Ausflug zur Kunstmesse Art Bodensee

Es war ein schöner Sonntag. Sonnig, heiß – ein Tag für einen Ausflug. Dornbirn ist nur einen Katzensprung entfernt – schlappe 1 1/2 Stunden Autofahrt und schon ist man da. Ein Abstecher nach Lindau ist auch denkbar, schön am Wasser spazieren. hmmmm. Theoretisch natürlich.

Praktisch stand ich eine gute Stunde im Stau, nur 20 km nach Abfahrt. An einem sonnigen, heißen Tag macht das besonders viel Freude und entsprechend derangiert und verschwitzt kam ich in Dornbin an. Macht nix.

Die Messe war überschaubar – 2 Hallen. 50 Galeristen stellten Künstler aus. Extrem langsam schlenderte ich durch die Hallen und war nach 1 1/2 Stunden durch. In der Zeit machte ich mir Notizen, verglich Preise und hörte dem Gebrabbel anderer Besucher zu. Während ich mir eine Meinung bildete lief ich mir mit den neuen Schuhen eine Blase. Macht nix.

Kann ja gleich heimfahren. Ich weiß inzwischen wo’s staut, welcher Tunnel gesperrt ist. Nach einem Ausflug zum ‘Amerikaner’ war ich mit Flüssigkeit versorgt und siehe da, schon nach 20 km stand ich wieder im Stau.

Macht schon was – ich war super-genervt. Der ganze Ausflug war Scheiße. Mir war heiß, ich hatte Kopfweh, konnte nicht mehr gescheit Laufen und wollte nur noch heim. ikon_internet_72

Kunst – geh mir weg.

Aktmodell

Ein Künstler war auf Aktbilder spezialisiert. Jeden Donnerstag kam sein 18-jähriges Modell zum Arbeiten, so auch diesen. Aber leider war der Künstler krank und deshalb hatte er ihr angeboten, sie ohne Sitzung, aber mit Bezahlung wieder fortzulassen.

Sie bot ihm dagegen an, ihm wenigstens einen Tee zu kochen, was er – vorausgesetzt sie würde auch ein Tässchen trinken – dankend annahm. Und wie sie da so saßen und Tee tranken, da hörten sie Schritte auf dem Flur.

Plötzlich wurde dem Maler ganz panisch und er rief: „Schnell, reiss Dir die Klamotten vom Leib, meine Frau kommt nach  Hause…“

Fritz Baumgartner, 1929 – 2006

Fritz Baumgartner,  der Maler österreichischer Herkunft, ist in München aufgewachsen. Er war eine herausragende Persönlichkeit, atypisch in der deutschen Kunstlandschaft.

fritzbaumgartner_gAuszug aus dem Nachruf  10.10.2006: „Er startete auf dem Weg des Expressionismus (unter seinen Lehrern war Oskar Kokoschka) mit Visionen eines Lebens der Katastrophen. Zerstörte Lebewesen mit leeren Augen und zerfetztem Fleisch. Ab den siebziger Jahren entwickelte er einen unverwechselbaren Stil, den er bis auf einige geringfügige Veränderungen beibehielt. Die Figuren werden von einer schwungvollen Linie begrenzt, ihre Farbgebung ist von aller höchster Reinheit, aber sie haben keine dekorative Funktion, sondern eine symbolische. arzbach

Männer- und Frauengestalten füllen den Raum, die archaisch maskenhaften Gesichter mit rätselhaften hohlen Augen, Schießscharten gleich. Baumgartner sucht nun nach Inspirationen im antiken Griechenland der dionysischen Feste und der elysischen Mysterien und im Kontrast dazu, in der klassischen Tragödie. Seine Kunst, ausgeübt in der modernen Intensität der Acrylfarben, bleibt nunmehr mythisch, beispielhafter Ausdruck des menschlichen Erlebens. Jedoch fast in direktem Zusammenhang fließen Kreuzigungsmomente der christlichen Lehre ein. pieta

Es folgen Kreuzigungen, Pieta und Mutterschaft, als sakrales Zeugnis der zeitgenössischen Kultur. Er hat hier ein besonderes Zeichen gesetzt in den kongenialen Glasfenstern, die er für Kirchen und Klöster seines Landes schuf und im Evangeliar, in Schrift und Illustrationen in der Art mittelalterlicher Handschriften – ein in unserer Zeit einzig dastehendes Werk. Gerade ein Werk wie dieses gibt einen umfassenden Eindruck des unermüdlichen, asketischen Schaffens von Baumgartner und seinem Gesamtoeuvre. baumgartner1

Nicht vergessen darf man dabei, neben dem Haupteindruck seiner Kunst, die Bilder der Bayerischen Landschaften – die Berge, die Bäume, die Dörfer – von märchenhafter Farbigkeit, wie eine nostalgisch Darstellung und Vorstellung einer anderen Welt, fern von Tumult und Gottlosigkeit.“asta55_268

art bodensee, 24. – 26. Juli

logo_artbodensee„Kunstgenuss in Dornbirn“ so steht es auf der Website der Messe Dornbirn. Dieses Wochenende haben Kunstinteressierte und Sammler die Möglichkeit zum Kunstgenuss ‘live’. Werke von 400 Künstlern, repräsentiert von rund 50 Galeristen sind zu entdecken.

Und ich werde dabei sein.

Mal wieder Kunstmessenluft schnuppern. Sehen was der Wettbewerb macht. Checken wie viele Besucher Interesse an Kunst zeigen. Ich freu mich auf wichtiges Gemurmel, Deutungen der Betrachter ‘Was will der Künstler mir damit sagen’. Ich freu mich auf meine, meist stillen, Kommentare ‘Vermutlich hat er nur Farbe verschüttet’ . Bericht folgt.ikon_internet_72

Jürgen Durner, geb. 1964 in Nürnberg

… wenn wir schon bei den Dingen sind, die mir gefallen:

Nachtfuge_2007_POP„Nachtfuge“ 220 x 200 cm, 2007, Öl auf Leinwand

Brennstaebe_2008_POP„Brennstäbe“ 120 x 200, 2008

Salon_noir_2008_POP„Salon Noir“ 110 x 210, 2008

Verstrahlung_2007_210x325„Verstrahlung“ 210 x 325, 2007

Mehr Kunst von Jürgen Durner gibts auf der Homepage. Den möchte ich mir leisten können.

Mir gefällt’s nicht

Kunst, geh mir weg mit Kunst. Da find ich in der Kunstzeitung einen Artikel, der mich interessiert. Ich les und denk mir, schau Dir die Künstler und Kunstwerke gleich mal Online an. Ich finde Informationen – klaro – wir leben im Zeitalter von Internet.

Künstler pflegen eher weniger selbst eine Homepage, sondern überlassen das lieber den Galeristen. Die Kandidaten aus der Künstlerzeitung sind meist bei ‘Artnet‘ vertreten. Sicher sind die gezeigten Werke nur ein Auszug aus deren  Schaffen.

Aber – mir gefällt kaum was.

Nach dem dritten Künstler hör ich auf zu suchen.

Und ich möchte noch trennen, zwischen dem was ich für kunstvoll halte und somit toleriere, obwohl wenn es mir nicht gefällt. Baselitz z. B. gefällt mir nicht, ist meiner Meinung nach dennoch Kunst. Anderes dagegen finde ich einfach nur scheiße.

Wild durcheinander aufgeklebte Klebestreifen auf einer Leinwand sind für mich keine Kunst. Ein Pappkarton mit Plakafarbe und nackter weiblicher Puppe drin – keine Kunst. Zwei Besen in eine Ecke gelehnt  – keine Kunst. Da nützt auch der klingende Name ‘Cleaning the House’ nichts.

Somit sind wir wieder mal bei der oft gestellten Frage: Was ist Kunst?

Möge jeder sich seine Antwort selbst definieren. Und mir für ein Gemälde 32 Mio EUR bezahlen. manufaktur_72_150Pixel

Dogmuseum

dogmuseum

32 Mio EUR

In Worten: Zweiunddreißigmillionen EUR für ein Ölbild von Matisse. 32.000.000 EUR – das ist eine 32 plus 6 Nullen!

Da bin ich platt. So sieht das Kunstwerk aus, das seinen Besitzer gewechselt hat:

MatisseDie Sammlung von Yves Saint Laurent und Pierre Bergé wurde von Christie‘s und Pierre Bergé & Associés im Febraur im Grand Palais versteigert. Erlös: 206 Millionen Euro für 59 Lose. Noch Fragen?

Ottmar Hörl, geb. 1950

Hasen, Zwerge, Hühner, Bären, Rottweiler, Ratten, Pinguine in Installationen – sehenswert

berlinbaerDie Figuren von Ottmar Hörl sind echte Hingucker. In großen Stückzahlen produziert und in ebenso großen Stückzahlen ausgestellt. Klasse. hoerlPortraitDie Figuren sind aus Plastik, farbenfroh und frech. Bekannt sind auch seine Zwerge. Egal ob Ben, der betende Gartenzwerg, der Welcome Zwerg oder Sponti-Zwerg.

spontizwergEntdecken sie noch mehr von Ottmar Hörl auf seiner Homepage.

Morgen – Arbeit

Ich geh morgen zur Arbeit – nach 3 Wochen Urlaub. Ich sehe dem gefasst entgegen. DSC09038

Urlaub Ende

Der Urlaub ist aus. Es bleibt nur noch das Wochenende.

Schluss mit Füsse kühlen im Baggersee

Spitzmaulnashorn

kein Schwimmen

Tiger

kein Rumhängen

Affe

kein Liegen in der Sonne

Mähnenrobbe1

und natürlich kein Betteln nach Essen mehr

Mähnenrobben

Lusche VII

Letzer Urlaubstag – schnell noch etwas rumluschen. Dringend noch hirnlos ins Leere schauen. Unbedingt noch mit Freunden abhängen, rauchen, trinken, randalieren.

Katta2

Die Arbeit ist schon in Sicht.

Katta1

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