Archiv für März 2009|Monatliche Archivseite
Kreativität trifft Technik
Was kommt dabei raus, wenn Technik und Kreativität aufeinander treffen? Chaos? Perfektion? Neue Dimensionen?
Wenn Kreatitivät ohne Technik ans Werk geht kann das Ergebnis spektakulär sein, aber evtl. auch von kurzer Dauer. Dann kann sich ein Gemälde innerhalb kürzester Zeit zerlegen oder das Kunstwerk wird von der Putzfrau als ‚Verunreinigung’ weggeräumt.
Technik allein erreicht auf jeden Fall Perfektion, allerdings nur aus funktionalen Aspekten. In der Realität werden heute sogar Werkzeugmaschinen designt, von Autos oder Flugzeugen mal ganz zu schweigen. Das Auge ‚isst’ eben mit.
Spannend wird die Synthese von Kreativität und Technik. Dann gibt es erstaunte Gesichter auf beiden Seiten. Dann tun sich neue Dimensionen auf. Dann gibt es ein Feuerwerk an Ideen und große Dinge können geschehen. Eine direkte Paarung ergibt übrigens:
Kreatnik
oder
Tectivität

up2date Bigband Live in Konzert – Jazzige Klänge in Schwabmünchen
Am vergangenen Freitag, 27. März 2009, kamen Jazz-Freunde wieder einmal voll auf Ihre Kosten. In der Stadthalle in Schwabmünchen sorgte die Bigband up2date für einen Augen- und Ohrenschmaus.
Vor voll besetztem Haus konnte die 18-köpfige Band von Anfang an begeistern. Unter der Leitung von Johannes Liepold boten die Musiker ‘astreinen’ Jazz und perfekte Unterhaltung.
Ein musikalischer Genuß auch für die Augen.
Von weiblicher Hand durch Programm geführt war der Abend kurzweilig und heiter – für Akteure und Zuhörer.
Die Besucher swingten, schnippten und jazzten sich durchs Programm und genoßen die perfekte Darbietungen.
Einen Eindruck können Sie sich unter Youtube machen. Hier geht’s zu den Mitschnitten. ![]()
Mehr Informationen über die Bigband up2date, den Tourplan und Kontaktdaten finden Sie hier.
Die selben sich
Derzeit hab ich die 3D-Serie in Arbeit. Die letzte Malschicht hat einen guten Sprung in Richtung 3D gebracht. Allerdings ist mir aufgefallen, dass ich 3 fast gleiche Bilder male. Was sie hier sehen ist also nicht das selbe Bild, sie gleichen sich nur.


Eine Veränderung im Ausdruck kann nur durch die nötige Drehung kommen.

Ich weiß noch nicht genau, was ich damit machen soll. Der letzte Gedanke war, ich könnte weitere 3 Bilder mit orangem Schwerpunkt und 3 Bilder mit grünem Schwerpunkt malen. Das wäre dann mein erstes 9er Set. Na mal sehen.
Frühlingsanfang

Es ist Frühling, seit wenigen Tagen und so sieht es im Hinterhof aus. Ich will Sonne, Wärme und keinen Schnee und Kälte – SOFORT.![]()
Blickwinkel
O.K. es ist ungewöhnlich auf dem Boden liegend einen Blumenstrauß zu fotografieren, aber es macht Spaß. O.K. die Ergebnisse sind zum großen Teil nicht so toll, aber das hier ist doch ganz gut.
„Na so gut ist das Foto auch nicht!“
Wer hat das gesagt?
Hängung: Vorgaben der Künstlerin Astrid Keller
Bei manchen Bildern macht es gar nichts aus, wenn der geneigte Betrachter die Kunstwerke wild durcheinander hängt. Da wirkt auch eins allein, oder zwei versetzt oder drei gewürfelt, selbst wilde kreative Auswucherungen können der Wirkung der Gemälde nichts abhaben.
Aber bei anderen Serien hab ich konkrete Vorstellungen. Hier zwei Beispiele:
Es ist wichtig, dass die Bilder so aufhängt werden, wie ich mir das vorstell, klaro? Bei der Farbwirkung, beim Bildaufbau, sogar bei der Bildgröße hab ich mir was gedacht. Ich kann es gar nicht leiden, wenn meine abstrakten Gemälde auf dem Kopf rum aufgehängt werden oder wenn die Anordnung willkürlich vorgenommen wird.
Aus diesem Grund signiere ich die Bilder auch immer unten links oder rechts. Und die Signatur soll bitte nicht auf dem Kopf stehen oder seitlich rumhängen. Auch die Beschriftung ist normalerweise leicht lesbar, nur in extremen Ausnahmefällen der geistigen Überlastung hab ich mal falsch rum beschriftet
.
Also bitte – immer brav der Künstlerin vertrauen. ![]()
Spielzeug

Das Spielzeug ist in diesem Fall die Kamera und das Objekt, das fotografiert wird, auf keinen Fall das betroffene Herz. 
Signieren, beschriften, umhängen
Ich hab’s dann gestern doch noch geschafft. Hab über die Linie gemalt und aus den 3 halbfertigen Gemälden 3 fertige Gemälde gemacht. Nach schimpfen, jammern und ausprobieren hab ich den rechten Dreh gefunden. Dass sie fertig sind ist mir erst heute morgen aufgefallen, als ich mich gefragt hab was jetzt noch zu tun ist. Die Antwort: NICHTS
Na, fast nichts. Sie müssen noch signiert, auf der Rückseite beschriftet (Bildname, Größe, Datum der Fertigstellung, unterschreiben) und umgehängt werden. Sie müssen einen Platz bekommen, an dem sie die nächsten 3 Monate still hängen können und trocknen. 
Fotos hab ich natürlich noch gemacht und im Arbeitszimmer ist Raum für Kreativität geworden.
Wenn ich mich nicht trau
Das hab ich ja sowas von gefressen, wenn ich mich nicht trau. Wenn ich feig am Rand entlang geh. Mich nicht trau einen Schritt drüber zu tun. Oder besser gesagt einen Strich über den Rand raus zu malen. Wenn ich nicht in der Lage bin den Rahmen der Skizze zu sprengen.
Und dabei ist das dringend notwendig. Viele Gemälde bekommen ihr Leben erst durch das Übertreten der Linien. Gerade bei den abstrakten Werken. Früher oder später muss ich die Konturen der Vorzeichnung übermalen. Muss darüber hinaus gehen. Muss braun in blau malen, gelb über rot, orange über braun. Dann sollen die Grenzen verschwimmen, die Farben verlaufen und die Energien fließen.
Das ist immer wieder schwierig, wenn ich weiß: Jetzt gilts, jetzt ignoriere alles, was Du bisher getan hast und lass einfach laufen. Vertrau Deinem Gefühl, Du kannst es!
Statt dessen umkreise ich die Staffelei, male und wische wieder weg, male zum zigten mal die Fläche mit der gleichen Farbe aus und das Gemälde wird nicht besser.
Das geht mir sowas von auf den Nerv, wenn ich mich nicht trau. 
FavIkon – Ölgemälde abstrakt von Astrid Keller, klassische Maltechnik
Träume muss man haben. Ich träume von einem Ladenlokal und der Zeit und Ruhe um nur malen zu können. Für den Fall, dass ich doch mal einen Laden hab – also nur zur Sicherheit – hab ich schon mal mein Logo gemalt. ![]()
Mehr Informationen finden Sie hier.
Abstrakt – Ölbild abstrakt von Astrid Keller

Alte Geschichten aufwärmen ist manchmal ganz gut. Dies ist mein erstes abstraktes Gemälde nach dem Motto: ‘ Ein Bild ohne Sinn malen kann ich auch!’ Lang ists her – ca. 1985.![]()
Nackte Frau, Ölbild von Astrid Keller, Öl auf Malpappe

Noch ein Werk älteren Datums. 22 Jahre ist dieses Bild schon alt. Ich hatte schon damals eine Vorliebe für die nackte Frau, die Umsetzung war damals noch anders, aber nicht zu verachten. ![]()
Wolfgang, Ölgemälde 3-teilig, Farbkomposition von Astrid Keller
Mehr Informationen finden Sie hier.
Richard Lindner, 1901 – 1978
Der Hamburger Richard Lindner war jüdischer Abstammung. Er studierte und lebte in Nürnberg, München und Berlin. Er war als Illustrator, Werbegrafiker und Bühnenbildner tätig und emigrierte 1933 mit seiner Frau nach Paris. Nach der deutschen Kriegserklärung wurden beide im Lager Villemalard interniert. 1940 konnte seine Frau nach New York entkommen, 1941 folgte er.1942 trennte sich das Paar.

1943 erwarb Lindner die amerikanische Staatsbürgerschaft. Seit 1940 war er überzeugt, dass die Malerei seine wahre Berufung sei, obwohl er bis 1962 weiter als Illustrator für Zeitschriften und Bücher tätig war und er keine nennenswerten Erfolge mit seinen Bildern verzeichnen konnte. Der Tod seiner Schwester (1915) löste eine tiefe Verstörung bei ihm aus, beim Tod seiner Ex-Frau (1952) wiederholte sich dies. 1950 stellte er nach einer Paris-Reise drei Gemälde der ‘Wunderkind’-Darstellung fertig.

Durch einen Lehrauftrag am Pratt Institute in Brooklyn (Schule für Werbekunst) erhielt Lindner den entscheidenden Anstoß, seine Malerei zu professionalsieren. 1954 fand seine erste Ausstellung in New York statt. 1959 lernte er Andy Warhol kennen. Aber erst 1960 änderte sich sein Status, als die Pop-Art aufkam, obwohl seine Bilder nichts mit der Inszenierung der Massenkultur und ihrer Idole zu tun haben.

Es folgten Ausstelllungen in London und Paris. Richard Lindner erfand immer stärkere Figuren, vereinsamte Gr0ßstadtbewohner, lasziv-tyrannische Frauen und unglückliche Kinder, die seine Hassliebe zur amerikanischen Gesellschaft zeigen. Die Werke sind aggrressiv farbig, penibel gemalt, kühl-distanziert. Durch die Darstellung der Halbwelt mit Prostituierten und Gangster wurde er bekannt.

Anfang 1970 pendelte Lindner zwischen Paris und New York und widmete sich verstärkt dem Thema Entfremdung und Paarbeziehung. Im Verlauf der Jahres 1972 wird Lindner zum Mitglied der American Academy of Arts and Letters gewählt, eine Auszeichnung, die der Maler mit Stolz aufnimmt. 1974 eröffnet das Musée National d’Art Moderne in Paris die Retrospektive „Richard Lindner“.
Am 16. April 1978 erliegt Richard Lindner in seiner New Yorker Wohnung einem Herzanfall.
artists.de – die online-galerie für zeitgenössische kunst
Inhalt
- Online-Marktplatz für Künstler, Sammler, Galeristen
Zahlen
- 35 Galerien gemeldet
- ??? Künstler gemeldet
- rund 21000 Gemälde, 2000 Zeichnungen, 4400 Fotografien, 1100 Grafiken, 2.700 Skulpturen, 900 Medien, digitalart
Zugriffe
- Besucher/Favoriten der eigenen Gemälde werden zahlenmäßig erfasst und ausgewiesen
Navigation
- Gemälde, Zeichnungen, Fotografien, Grafiken, Skulpturen, Media
- Künstlersuche, Werksuche
Nutzung
- Schnelles Durchleuten des Online Angebots möglich
- Rubrizierung sinnvoll und übersichtlich
- Handling einfach leicht übersichtlich
- Anmeldung easy
- Upload klappt, begleitende Eintragungen sind überschaubar
- Möglichkeit der Eingabe von Keywords zur verbesserten Suche gegeben
- Favoriten Funktion macht ‘Stöbern’ angenehmer
Online Stellung
- 100 eigene Kunstwerke
Preis
- kostenlos
Spezial
- Eigene Homepage in wenigen Minuten (kostenpflichtig)
Negativ
- Vorhandene Homepage ist nicht verlinkt
- Kein Überblick über Verkaufszahlen
- Keine Page Impressions, Zugriffszahlen
- Die Länge des Textes beim Gemälde ist zu kurz, muss meist abgekürzt werden
- Linkführung bei Upload von mehreren Bildern manchmal verwirrend
Statement
- Alles in allem ist das Portal ein angenehmes Tool um Kunstwerke zu zeigen. Der Aufwand für die eigene Präsentation ist überschaubar, die Darstellung ist ausreichend. Ob der Verkauf der eigenen Kunst dadurch gesteigert werden kann wird die Zeit zeigen.

Das Internet
… ist wirklich eine tolle Erfindung. Kommunikation mit der ganzen Welt. Einfaches Handling. Google erleichtert die Suche. Neue Marktplätze sind entstanden, neue Geschäftsmodelle schießen aus dem Boden wie Pilze.
… kann aber auch nerven. Seit Tagen checke ich die verschiedenen Kunstportale. Lade Gemälde in Datenbanken, schreibe Bildbeschreibungen, trage Gemäldegrößen ein und fülle Persönlichkeitsprofile aus.
Der Unterschied der verschiedenen homapages ist groß. Von ‘leicht handlebar’ bis ‘ich krieg gleich einen Anfall’ ist alles dabei. Was bei der einen ‘klasse strukturiert’ ist kann beim der anderen zu einer ‘Such-Psychose’ führen. Auf meiner homepage führe ich eine Link-Liste mit Portalen. 
Wer sich für mehr interessiert kann hier klicken.
Früher war alles anders – heute ist es besser
Es ist Ruhe eingekehrt in meiner Wohnung, in meinem Herzen. Musik aus lang vergangenen Tagen läuft, erinnert mich an die Anfänge eines großen Befreiungsschlages. Frei von Fremdbestimmung, von Erziehung, frei von Vorgaben und Zwängen.
Die Musik erinnert an durchtanzte Abende beim Open-Air, an genügend Luft zum atmen und Zeit für Erschöpfung. Lang ist’s her. Als die Staffelei noch als Möbelstück im Wohnzimmer stand und nur ab und zu ein Gemälde entstand. Aus der Zeit gibt es kaum noch Bilder. Beim Aufräumen der CD’s hab ich dieses Foto gefunden.

Ich schätze auf 1987. Irgendwann hab ich es weggeworfen. Die Qualität war schlecht und ich hatte es satt. Den Moment muss man erwarten können, bis ich ein Bild nicht mehr sehen mag, dann verschenk ich es gerne weiter. Es ist dann Zeit, dass es den Besitzer wechselt, oder den Standort von Wohnzimmer zu Mülltonne. Es tut gut zurück zu schauen und zu sehen, wie weit man gekommen ist.
Ich habe an der Lila Sonne weitergearbeitet. Ich habe etwas getan.
Lila Sonne

Das mit der Belichtung meiner Bilder hab ich noch nicht so richtig raus.
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