Archiv für Januar 2009|Monatliche Archivseite

Acrylbild vom Rahmen

Bilder, die nix taugen müssen raus aus dem Haus. Da Rahmen aber teuer sind bleiben die Rahmen da. Somit muss die Leinwand vom Rahmen runter. Dieser Aktion sind 3 kleine Bilder zum Opfer gefallen, die immer schon sch… waren. Sie sind in Acryl gemalt, auf fertig gekaufter Leinwand. Es sollte nur ein Test sein. Und was gescheites ist nicht daraus geworden. So schaut’s aus:

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1 Jahr Blog malermanufaktur – Ölbilder von Astrid Keller: einer Künstlerin über die Schulter geschauter

Heute ist es ein Jahr, dass ich meinen ersten Eintrag in meinem Blog geschrieben habe. Ich erinnere mich noch gut, ich hab das digitale Bildmaterial meiner Kunstwerke zusammen gesammelt, hab mir Gedanken über Kategorien, Überschriften und Links  gemacht.

Ich wusste was ich tun wollte. Ich wollte abbilden, schreiben und spüren lassen was einen Künstler bewegt. Ich wollte die  Entstehung von Kunst zeigen und das Mysterium des Schaffensprozesses sichtbar machen. Nix mit heimlichem Rumgetue, kein Hinein-Gedeute und kein Beschiss.

Also habe ich meine Arbeitsschritte dokumentiert. Anfangs noch mit meiner Canon, hab brav den Film vollgeknipst, zum Entwickeln gebracht und konnte Vieles erst zeitverzögert belegen. Im Oktober kam die Sony an Bord, seit dem geht alles schneller.

Das Schreiben war anfangs neu, aber es wurde zur echten Freude. Ich konnte über Sinn und Unsinn plaudern, über produktive und unproduktive Phasen berichten, Freude und Sorgen niederschreiben, konnte sachlich und unsachlich sein. In den schaffensarmen Phasen hab ich mein Wissen über Kunst und Künstler erweitert indem ich darüber geschrieben habe.

Inzwischen hat mein Blog 150 bis 200 Leser täglich. Der meistgelesene Beitrag ist „Martina„. (Jemand ist ein Fan des Gemäldes. Hey, meld dich mal, würde mich freuen.) Dies ist mein 365. Eintrag. 41 Commentare zählt WordPress und in Summe 21.983 Besucher. Der 11. November war bislang der beste Tag mit 230 Besuchern. blog-jahresmeldung2

Ein schönes Jahr. Ich danke meinen Lesern für Ihre Treue und für Ihr Interesse. Ich hoffe, es hat Euch so viel Spaß gemacht wie mir.astrid_keller

Biennale Florence

Anfang Dezember wurde ich vom Veranstalter der Biennale Florence angeschrieben:

„Wie freuen uns Ihnen mitzuteilen, dass die interne Kommission der Internationalen Biennale Zeitgenössischer Kunst Sie zur Teilnahme an der 7. Veranstaltung der Ausstellung einlädt, die vom 5. bis 13. Dezember in den Ausstellungsbereichen der Fortezza da Basso in Florenz stattfinden wir.“

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Da schlägt das Künstlerherz doch höher. Ich war ganz benommen, mindestens eine Stunde lang. Dann hatte ich Zeit mich etwas ausführlicher zu informieren und siehe da. … „Die Biennale von Florence wird von der Zusammenarbeit der Künstler und ihrer eventuellen Sponsoren getragen….“ (Auszug aus der allgem. Ordnung). Was nichts anderes heißt als: Gib Kohle rüber und du kannst ausstellen. Das schmälert die Freude doch etwas.

Aber nichts desto trotz hab ich mir die Teilnehmerunterlagen schicken lassen. Vielleicht kann ich mir den Spaß ja leisten. Und nun sind sie da, die Teilnehmerunterlagen. Die Jury wird vorgestellt, die Allgemeine Ordnung liegt bei, ein Teilnahmeformular und ein Formular für den Ausstellungskatalog. Die einmalige Teilnahmegebühr beträgt 2.700,- EUR – in Worten zweitausendundsiebenhundert Euro – die man auch auf 2 mal bezahlen kann oder für die man gerne einen Sponsor suchen kann.

Und, wie siehts aus, liebe Blog-Leser – wer will sponsern? Es sind nur zweitausendsiebenhundet Euro. Die Kosten für den Transport der Kunstwerke, meine Reisekosten und meine Verpflegungskosten übernehme ich natürlich selbst.

Interessenten? NEIN? Schade. manufaktur_72_150pixel2

Dann wird die Biennale Florence wohl ohne mich auskommen müssen.

Arbeitszimmer aufgeräumt

Dank dem Galerieschienenaufbauteam hab ich mich gestern abend aufgerafft und das Arbeitszimmer aufgeräumt. Von insgesamt rund 8 m Galerieschienen sind nun ca. 2 m oben. Den Rest muss ich erst noch kaufen und das hat im Moment Zeit. Trotzdem hat der Anlass gereicht um den zweiten Teppich unterzubringen (bin halt doch ein alter Kleckser) um Schrank und Schränkchen an einen neuen Platz zu rücken und Raum für Kreativität zu schaffen.

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Der Raum ist leider recht klein aber bisher hats immer gelangt. Und jetzt da wieder Ordnung herrscht braucht mich nur noch die Muse zu küssen und ich arbeite wieder. ikon_internet_723

Anke, das wird schon noch was mit Deinem Gemälde.

Galerieschienen die Zweite

Wochen- ja monatelang standen zwei Galerieschienen rum. Sie wollten im Gang befestigt werden. Und plötzlich ging alles ganz schnell. Ich wollte mir gerade eine Schlagbohrmaschine kaufen, da meint eine Freundin, dass das völliger Quatsch sei und das würde ihr Freund doch schnell machen können. So, aha. Sicherheitshalber hab ich gleich noch 2 Schienen gekauft. Nur für den Fall, dass tatsächlich ein Handwerker ins Haus kommt und nur damit er auch wirklich ausgelastet ist.

Und siehe da, gestern waren es da. Das Galerieschienenaufbauteam.

Und alles ist so glatt gelaufen. Kein Rumgeschreie, keine miese Stimmung, kein Genörgel und kein Gemecker (das bin ich von Kindesbeinen an so gewöhnt und krieg das auch nicht mehr los – eine ausgewachsene Handwerkerphobie). Statt dessen Rauchen, Schwatzen, Trinken und Lachen und außerdem 4 montierte Schienen. Alles ging Hand in Hand, einer zeichnet, zwei rauchen, einer bohrt, einer saugt, eine pinselt den Staub weg, der andere schraubt und klack, klack, klack ist alles fertig. Ich bin ja sooo glücklich.

Im Gang, man glaubt es kaum, rechts und links an der Wand eine Galerieschiene. Sieht so aus:

dsc04175Hab auf die eine Seite die ‘Yurika’ gehängt und gegenüber die Serie ‘Wolfgang’:

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Desiree hat nun einen sicheren Platz im Schlafzimmer bekommen:

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Wie man sehen kann ist noch Platz für alte und neue Werke. Wenn ich die Ausstellung im Verlag also beende, können meine Babies bequem daheim einziehen. Das ist soo schön und soo gequem. Ich bin ja soo froh, dass jetzt alles so einfach ist. manufaktur_72_150pixel1

Danke Anke und Jürgen, Ihr seid wirklich Schätzchen.

Arbeitszimmer

Ich war heute im Arbeitszimmer. Hab mich umgesehen, etwas aufgeräumt und versucht in Stimmung zu kommen. Leider ohne Erfolg.

Dann hab ich einen Schrank verrutscht, weil ich mir gedacht hab, dass er mir an einer anderen Stelle vielleicht besser gefällt. Tut er nicht. Aber er steht immer noch da. Ein paar unbenutzte Bilderrahmen kommen in den Keller. Ein paar Rahmenleisten sind mir im Weg gelegen. Den versauten Akt hab ich noch ein bißchen mehr verknittert.

Ich wollte immer schon mal wissen, wie eine Leinwand ohne Rahmen aussieht und ob man die Leinwand rollen kann. So wie man es in den Filmen sieht, wenn sie ein Gemälde aus dem Rahmen schneiden, einrollen und in einer Röhre verstauen. Also mit meinem Gemälden geht das nicht, die sind zu dick, also der Kreidegrund ist zu dick.

Ja… Jetzt weiß ich das auch. Und darüber geschrieben hab ich auch, unten.ikon_internet_722

Ja … Ich geh dann mal wieder aus dem Arbeitszimmer raus.

Leinwand ohne Rahmen

Wenn man eine bemalte Leinwand vom Rahmen runter nimmt sieht das so aus:

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„Kann man diese Leinwand auch knicken oder rollen?“ – Kann man.

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„Bekommt die Leinwand keine Risse?“ – Doch, bekommt sie.

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„Aber das ist nicht gut!“ – Gut war das Gemälde schon vorher nicht, jetzt ist es kaputt.ikon_internet_721

Palazzo Pitti, Florenz

Schon mal vorweg. Ich war im Palazzo Pitti. Ich habe die Gemäldesammlung gesehen. Unglaublich aber wahr.

Der Tag began schön. Wir fuhren gemütlich nach Florenz, fanden ruckzuck einen Parkplatz nahe der Innenstadt und gingen bald die richtige Straße entlang. Auf dem Weg die via Romana entlang, nahmen wir einen Eingang in den Boboli-Garten. Der Palazzo Pitti war schon ausgeschildert und der Eintritt hoch genug um auch für die Gemäldesammlung zu gelten. Also ran. Ticket kaufen, Taschenkontrolle und bitte jedes Fach aufmachen, ja. Der Spaziergang durch den Garten war schön, aber durchaus entbehrlich.

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Es hatte noch immer ca. O Grad und alle Menschen waren warm eingemummelt. Wir waren also ganz froh als wir den Palazzo Pitti fanden und stürzten uns gleich ins Warme.

Die Gemäldesammlung ist im 2. Stock, oder war es der 3.? Na, auf jeden Fall waren es irre viele Treppen und wir waren ziemlich außer Puste als die Kontrolleuse sich unsere Tickets ansah. Also, die Eintrittskarten gelten nur für die Kostümausstellung. Die ist noch 2 lange Treppen höher und interessierte uns null. Der freundliche Herr am Museumsshop erklärte mir dann, dass er keine Eintrittskarten verkauft. Dafür müssten wir runter gehen. Unten verkauft aber auch keiner Karten. Es sei denn, wir gehen raus aus dem Palazzo Pitti und stellen uns an einer elend langen Schlange an um wieder reinzukommen. Wir glaubten es nicht.

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Nicht nur, dass wir Eintritt für einen Garten bezahlten, den wir gar nicht sehen wollten. Nein! Wir gingen völlig überflüssiger Weise in den 2. Stock hoch um gesagt zu bekommen, dass wir die Kamera abgeben sollen (ist eh Fotografierverbot), beim 2. mal hatten wir dann keine Puste mehr, falsche Eintrittskarten und SOO einen HALS.

Scheiß drauf, ich stell mich nicht 1 Stunde an, wenn ich nur einen Tag in Florenz bin. Also holten wir Kamera und Garderobe ab und stürzten uns in die Kälte. Wenigstens war uns jetzt warm und wir waren auf der Toilette. Was waren wir für Checker, sicher stand das auf irgendeinem Schild, das wir weder gelesen und vermutlich nicht einmal gesehen hatten.

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Auf dem Rückweg versuchten wir unser Glück noch einmal. Und siehe da, es klappte. Schlappe 15,- EUR pro Nase später kamen wir ohne Wartezeit rein, gaben Kamera und Jacken ab, trabten in den 2. Stock hoch und gesellten uns zu den Kunstgenießern der späte Stunde.

Und da waren sie alle. Die Schätzchen: Raffael, Tizian, Tintoretto, Rubens, van Dyck, Velasquez uvm. GRINS.

Sie hängen dicht an dicht. Irgendwie sogar zu eng aufeinander. Man kann sich gar nicht konzentrieren, oder bin ich einfach nur müde vom vielen Treppensteigen? Zu den Bildern in der dritten Reihe oben kann man gar keinen Bezug herstellen. Macht nix, waren eh nur Portraits von irgendwelchen Leuten, die ich nicht kenne. Ich las Schilder, staunte, wunderte mich über meine zittrigen Knie und fand schließlich meinen Liebling:

RAFFAEL. Mann, der konnte malen. Der hing angenehmer Weise auf Augenhöhe, etwas ausgestellt, damit das Licht nicht spiegelt und ich schnurrte vor mich hin. raffael

Nach 2 h Palazzo Pitti war ich fix und alle. Von da an gings nur noch Treppab. Zur Garderobe kannten wir den Weg und das Auto war Gott sei Dank ganz nah. manufaktur_72_150pixel

Keith Haring, 1958 – 1990

Der amerikansche Maler Keith Haring zeichnete bereits als Kind mit seinem Vater Comics. Er lernte an der School of Prefessional Art in Pittsburgh, wechselte zur School of Visual  Arts. Er ließ sich von der Graffiti-Szene inspirieren, schuf Videoperformances und abstrakte Bilder. Berühmt wurde er durch seine weißen Kreidezeichnungen auf schwarzen Werbeflächen in der New Yorker U-Bahn.

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Haring bemalte ab 1981 die unterschiedlichsten Gegenstände: Wände, Kleidungsstücke, Autos, Ballons, Abgüsse von Skulpturen uvm.. Er schuf Skulpturen aus farbigen Stahlplatten, Werbesports, Bühnenbilder und veranstaltete Workshops.

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Seine Anfänge waren von der ‘Cobra’-Gruppe beeinflusst. Seine Inspirationsquelle blieb der Comic, Graffiti und primitive Kunst. In seinem Werk verbindet sich die Spontaneität der Graffiti-Kunst mit der ornamentalen Brillanz archaischer Kulturen. Keith Haring stieg zur Pop Ikone auf, weil er es verstand seine malerischen Fähigkeiten mit einem an die Pop-Art angelehnten Starkult zu verbinden.

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Strahlende Ufos, Hunde und Strichmännchen bevölkerten seine Werke. Das Motiv der Strahlung verbindet sich häufig mit Symbolen der Sexualität als energetisch hohem Zustand. In seinen tanzenden Bildern findet man den Rap und Breakdance von East-Village. Der Höhepunkt seiner Karriere war die Ausstellung seines ’strahlenden Babys’ auf der Anzeigetafel des Times Square in New York 1982.

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Mitte der 1980er Jahre wurden seine Motive düsterer und gewalttätig. Haring bezog politisch Stellung, behandelte die Unterdrückung der  farbigen Bevölkerung und die Bedrohung der Umwelt durch die Nukilearindustrie in seinen Gemälden. Sein politisches Engagement war mit zahlreichen Plakatgestaltungen verbunden.

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Keith Haring nahm an der Biennale in Paris teil, hatte Einzelausstellungen in Helsinki und Antwerpen. 1986 gründete er in Manhatten den Pop-Shop, in dem er jedem seine Kunst zugänglich machte. Die Herstellung kommerzieller Produkte war jedoch nicht nur ein Phänomen der Ökonomisierung des Kunstmarkts in den 1980er Jahren, sondern auch Ausdruck eines zutiefst demokratischen Denkens von Keith Haring.

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Seit der HIV-Infektion 1987 beschäftigte sich Haring immer wieder mit der Todesthematik, zeigt als fast abstraktes Ornament eine Menschenmenge über einem rosa Dreieck. Der ‘rosa Winkel’ fordert den Betrachter zur Stellungnahme auf, dazu, sich anders zu verhalten als die Figuren im Bild, die ihre Augen vor dem Schicksal der Homosexuellen verschließen. 1989 realisierte er in Chicaggo mit Hilfe von Schulkindern ein Wandbild von 152 m Länge.

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1990 starb Keith Haring an den Folgen von Aids.

Tiefpunkt

Es ist so einfach zu berichten was ich tu, wenn ich was tu. Wenn ich voller Eifer abends ins Arbeitszimmer stürze und male. Wenn ich schon tagsüber fiebrig darauf warte, dass Feierabend wird. Wenn sich die Bilder in meinem Kopf überschlagen, die Ideen mich Nachts in meinen Träumen verfolgen und ich am Morgen noch vor dem Frühstück schlaftrunken das Ergebnis des Vorabends begutachte. So einfach.

Schwieriger wird es, sich zu outen, wenn nichts geht. Seit Tagen frage ich mich warum ich das mit der Malerei überhaupt angefangen habe. Ist doch eh alles Mist. Warum buttere ich jeden müden Cent, den ich mehr oder weniger übrig habe, in Farbe, Leinwand und Rahmen, wenn doch keiner was kauft. Warum schreibe ich über das Leben einer Künstlerin, wenn ich mir gar nicht wie eine Künstlerin vorkomme?

Im Moment ist alles so sinnlos. Was soll ich mit einem Pinsel? Wie konnte es passieren, dass so viele Bilder von mir rumhängen? Was war es, das mich bewogen hat, diese Gemälde zu schaffen? Das soll Spaß gemacht haben? Ist mir im Moment völlig unverständlich. Ich bin schon froh, dass ich den Blog weiterführe. Hab eh länger nichts geschrieben. Und wenn ich mich nicht so zusammen nehmen würde gäbs noch immer nichts zu lesen. Weiß gar nicht, worüber ich schreiben soll, weil malen kann ich im Moment nicht. manufaktur_72_150pixel

Ich kann nur warten bis das wieder vorbei geht. Wenn es vorbei geht.

Foto-Experimente

Auf langen Reisen im Auto kann eine Kamera mit schicken Funktionen ein schöner Zeitvertreib sein. Ich nenne sowas experimentelle Fotografie. Die Ergebnisse gefallen mir.

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Henri Rousseau, 1844 – 1910

Der französische Maler Henri Rousseau lernte in einer Kanzlei bei einem Advokaten und arbeite später als Zollbeamter. Gerade in Künstlerkreisen brachte ihm dieser Broterwerb den Beinamen ‘Der Zöllner’ ein.

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Erst 1893 machte er sich als Maler selbständig und lebte mit seiner Familie im Viertel Montparnasse, erteilte Musik- und Zeichenunterricht und malte. Sein Leben verlief ohne nennenswerte Zwischenfälle. Rousseau bemühte sich stehts um Anerkennung als Künstler, stilisierte sich dabei selbst und erntete dabei oft nur Spott und Hohn.

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Als Ratgeber für seine Kunst benennt Rousseau selbst Félix Clément und Jean Léon Gérôme, die ihm ermöglichten im Louvre zu kopieren. Ins Licht der Kunstgeschichte trat er mit seiner Beteilung am neu gegründeten Salon des Indépendants 1886. Mit Ausnahme der Jahre 1889 und 1900 stellte er dort regelmäßig aus. Anfangs wurden seine Bilder als zu naiv belächelt, gerade in der Zeit der Experimente war seine Art der Malerei ungewöhnlich. Dennoch erkannten einige Künstler den künstlerischen Ernst dahinter, z. B. Robert Delauny. Eins seiner schönsten Werke ist sicher ‘Die Schlangenbeschwörerin’.

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Nach dieser Auftragsarbeit der einflußreichen Mutter Delauny’s startete die Künstlerkarriere von Rousseau. Kunsthistoriker, Sammler und Galeristen wurden auf den Maler aufmerksam. Er konnte zu seinen Soirees Nachbarn, Freunde und die Créme der Pariser Avantgarde willkommen heißen. Auch der kritische Pablo Picasso richtete ein legendäres Bankett im Novemer 1908 im Bateau-Lavoir zu Ehren des ‘Zöllners’ aus. Rousseau wurde als Kultfigur der künstlerischen Boheme zelebriert, als ein um Anerkennung ringender einsamer Künstler, der sich seiner Bedeutung selbst gar nicht bewusst war.

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Bekannte Werke sind die Dschungelbilder Rousseaus. Zur Entstehung haben Spaziergänge im Jardin des Plantes oder die exotischen Idyllen der Pariser Weltausstellung, sowie die Vorlieben für Alben mit Tierfotografien. Rousseau verwandelt Eindrücke in Phatasmagorien zwischen Traum und bizarren Begegnungen. Schrecken, Aggression und Erotik halten sich die Waage.

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Henri Rousseau starb am 2. September 1910 im Hospital Necker in Paris nach einer Blutvergiftung.

Erst nach seinem Tod erkannten die Maler der Pittura metafisica (Kunstströmung: metaphysische Malerei) und die nachfolgenden Surrealisten die poetische Tiefe von Rousseaus Bildern. Eine erste postume Ehrung in Deutschland wurde ihm durch die Einbeziehung in die erste Ausstellung der Künstergruppe ‘Der blaue Reiter’ zuteil.

Weihnachten in Lucca

Gut, es ist etwas spät um noch ein Weihnachtsfoto nachzureichen. Aber, da es im Moment wieder schneit trau ich mich das schon. Schließlich war der Weihnachtsbaum in Lucca absolut sehenswert. Auf dem Platz ‘Anfitheatro’ war dieses beachtliche Kunstwerk aufgebaut. Klassische Musik hat den Kunstgenuß begleitet. Scheinwerfer projezierten Lichterspiele auf die umliegenden Gebäude. Die Menschen waren noch in Weihnachtslaune, shoppen, schenken, feiern. Und in der Mitte er:

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Es waren übrigens Glasröhren, mit schweren Geschütz befestigt. Hier kann man es besser sehen.

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Schön, wenn Kunst so phantasievoll ist. ikon_internet_72

Uffizien, Florenz

Gott sei Dank war ich schon mal in den Uffizien, denn wenn ich gedacht hätte, das ich am 2. Januar ohne längere Wartezeit die Gemäldesammlung anschauen könnte, dann hätte ich mich getäuscht. Scheinbar ist die Wartezeit vor dem Museum mindestens 1 Stunde, auf weniger zu hoffen wäre sinnlos.

Damals, vor etwa 4 Jahren, hatte ich Glück und war mit 1 h Wartezeit dabei. Im Sommer kann man schon mal 2 oder 3 Stunden in der Schlange stehen. Natürlich kann man auch vorher Tickets kaufen und es gibt sogar einen Eingang der einen schneller reinläßt, wenn man sich anmeldet. Da ich aber nicht wußte, wann und ob wir nach Flozenz fahren, wäre eine Anmeldung nicht möglich gewesen.

Der Platz rund um die Uffizien ist reich bevölkert. Wenn ich die Menschen anschaue, frage ich mich immer, ob sie sich  tatsächlich für Gemälde und Kunst interessieren. Oder ob sie sich die Uffizien nur ‘geben’ weil man es gesehen haben muss. Wissen die Menschen wirklich wie schwer es ist ein solches Gemälde zu schaffen?

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Mein Favorit ist übrigens die Venus von Urbino von Tizian.

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Toskana – Weiterbildung Kunst pur

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1 Woche Toskana hab ich hinter mir. Davon abgesehen, dass ich fast die ganze Zeit erkältet rumgehangen hab, konnte ich Kunst und Kultur genießen. In der Toskana gibt es das an jeder Ecke. Die besuchten Orte waren Lucca, Pisa und Florenz. Mehr ging nicht wegen der Erkältung. Und auch diese Besuche waren abgespeckt. Es ist einfach schlecht

-  wenn man auf dem Weg zur Kunst nur friert, trotz warmer Unterwäsche

- wenn man im Museum die gesegnete Ruhe weghustet

- wenn man nach 2 Stunden einen antiken Hocker wegen Schwäche anpeilt.

Jetzt weiß ich mehr über dieses Land in winterlicher Zeit. Es war eiskalt, zwischen -2 und plus 5 Grad. Durch den schneidenden Ostwind hat sich alles viel kälter angefühlt. Klassiker wie der ‘Schiefe Turm’,  die ‘Uffizien’, ‘Palazzo Pitti’ oder ‘Galleria dell’Accademia’ mit dem Highlight ‘David’ sind auch im Winter nur mit langer Wartezeit zu erreichen. Auch im Winter es in Italien trockener, außer es fängt an Sylvester an zu regnen, dann hört es erst wieder im Neuen Jahr auf. Es gibt weniger Feuerwerk in Italien, zumindest in Lucca. manufaktur_72_150pixel

Ein paar Fotos und Erkenntnisse gibt es die nächsten Tagen.

Öl auf Holz

Die Farbkomposition gelb, grün, orange gibt es übrigens auch als Öl auf Holz. Daher hab ich die Anregung des 3D Effekts und sie sind noch nicht fertig.

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3D Bilder

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Also, die rechten Winkel stimmen jetzt. Die Anordnung der Farben gefällt mir auch, aber ich kann mich nicht entscheiden, wie rum ich die Bilder nun arrangieren soll. Spätestens zur Unterschrift sollte mir das schon klar sein. Aber bis dahin kann ich die drei 3D Bilder ja noch rumdrehen wie ich will. ikon_internet_721

Vermutlich wird es auf der Rückseite am Ende von Markierungen nur so wimmeln.

Gutes Neues Jahr

Ich wünsche allen Lesern meines Blogs ein gesundes, erfolgreiches 2009.

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Ich hoffe, Sie haben sich nicht zu viel vorgenommen. Ich meine damit ‘Rauchen aufhören’,  ‘20 kg abnehmen’, ‘Stress abbauen’, ‘Gesund leben’, ‘Sport treiben’, ‘Englisch lernen’. Nicht, dass das alles auf meinem Plan steht. NEIN. Ich wäre doch nicht so gekloppt und würde mir so viel zumuten. NEIN, niemals. manufaktur_72_150pixel

Oder doch?