Archiv für Dezember 2008|Monatliche Archivseite
Jasper Johns, geboren 1930
Der Künstler Jasper Johns arbeitete als Schaufensterdekorateur, Maler, Plastiker, Bühnen- und Kostümbildner. Er gilt als Bahnbrecher der Pop Art.

Seine Ausbildung absolvierte er an der University of South Carolina, Columbia, der Parsons The New School for Design in New York und am Hunter-College. 1954 freundete er sich mit Robert Rauschenberg, Rachel Rosenthal und dem Komponisten John Cage an. 
Am Bekanntesten ist sicher die ‘Flagge’ (1954/1955). Eine Arbeit, die aus der schichtweisen Übermalung collagierter Zeitungspapierstreifen besteht. Später bildete er banale Alltagsdinge wie Konservendosen oder Zielscheiben ab und machte sie so zu Kunstsujets.
Johns verlegte sich vom bisher verwendeten Anstreicherlack auf die schneller trocknenden Wachsfarben. Diese Farbe ermöglicht ihm, Pinselstriche in rascher Folge übereinander zu setzen, ohne ihre Eigenständigkeit zu zerstören. Diese Farbe wird zum Kennzeichen seiner Arbeiten. Es entstehen Schießscheiben, Zahlenreihen oder Landkarten. Das Jahr 1958 markiert den künstlerischen Durchbruch. Johns erhält in der gerade eröffneten Galerie Leo Castelli in New York seine erste Einzelausstellung.

Johns schafft dreidimensionale Arbeiten als Assemblagen, die aus der Kombination verschiedener Objekte zusammengestellt wurden. Auch hierbei verwendete der Künstler Ölfarbe oder Enkaustik.

Der Künstler regte nicht nur kunsttheoretische Identitätsdiskussionen an, sondern schuf wahre Kultbilder. Seine Arbeiten werden auf der Biennale in Venedig gezeigt, das Museum of Modern Art kauft drei seiner Werke an und man beschäftigt sich in der Kunstwelt mit seinem Öuvre.

Jasper Jones löst sich nach seinem Galeriedebut teilweise von dem Malstil, der ihm in kürzester Zeit hohe Anerkennung eingebracht hat. Er geht dazu über, das oft ungegenständliche Bildfeld mit aggressiven, teils gebündelten Pinselstrichen in Weiß, Schwarz, Grau und den drei Primärfarben sowie deren unmittelbaren Ableitungen zu malen. 
Der Malprozess an sich wird nun wichtiger als externe Zeichen. Dieses Interesse am Prozesscharakter führt Johns Anfang der 1960er Jahre zur Druckgrafik. Die Arbeitsweise entspricht seiner Experimentierfreude und ermutigt ihn zu entscheidenden Neuerungen beim Siebdruck, der Lithografie und der Radierung.
Johns fertigte im Jahr 1960 Glühbirnen oder Konservendosen zu „Sculpmetals“ an, die er in Bronze goss und bemalte. Auf der Biennale in Pittsburgh der wurde ihm der Carnegie-Preis verliehen. Weitere Auszeichnungen folgten.
1967 – 78 war er Berter der Dance Mopmany des Tänzers Merce Cunningham. Er entwarf zahlreiche Bühnenbilder und Kostüme für Inszenierungen und Performances.

In den 1980er Jahren ändert sich Johns’ Malstil abermals. Autobiografische Züge und realistische Figuration gewinnen an Bedeutung. Diese Praxis, in der Malerei einen neuen Stil einzuführen und sich zu gleicher Zeit bei grafischen Arbeiten früheren Motiven zuzuwenden und sie zu wiederholen, zu spiegeln und seriell auszuarbeiten, wird zu einem Schlüsselmotiv von Johns künstlerischer Arbeitspraxis.
Im Laufe der letzten 50 Jahre hat Johns ein umfangreiches und komplexes Öuvre geschaffen, das in allen wichtigen Museen und Sammlungen der Kunst des 20. Jahrhunderts vertreten ist.
Jasper Johns lebt seit 1988 in New York und Saint-Martin.
Tamara de Lempicka, 1898 – 1980
Die polnische Künstlerin Tamara de Limpicka wurde in Warschau geboren. Die ’schöne Polin’, wie man sie in der Pariser Gesellschaft der zwanziger und dreißiger Jahre nannte, wurde 1898 als Tochter wohlhabender Eltern in Warschau geboren. Schon als Kind soll sie herrschsüchtig und eigenwillig gewesen sein, immer darauf bedacht, im Mittelpunkt zu stehen.

Nach der zweiten Heirat ihrer Mutter entschied sie sich für ein Leben bei Ihrer Tante in Petersburg , wo sie das luxuriöse Leben kennen und lieben lernte. Dort heiratete sie mit 18 den Anwalt Tadeusz de Lempicki. Nach der Oktoberrevolution 1917 wurde ihr Ehemann verhaftet. Tamara flüchtete nach Kopenhagen, ihr Ehemann folgte nach seiner Freilassung.
In Paris began Tamara de Limpicka wieder zu malen und sorgte so für den Unterhalt der Familie. Ihre Lehrer waren Maurice Denis und André Lhote. Sie war entschlossen Erfolg zu haben und ‘produzierte’ bewußt Werke, die den Zeitgeschmack trafen.

Als 1925 die erste Art-déco-Ausstellung statt fand, gehörte Tamara de Lempicka zu den Stars der Art-déco-Maler. Ihre Portraits und Akte zeigen Frauen, die von anerkannter und erfolgversprechender Schönheit sind. Ihre Motive sind einzigartig und vermitteln Spannung. Sie bedienten die erotischen Sehnsüchte, die libidinösen Träume der Bourgeois, ihrer kaufkräftigen Kundschaft. Sie selbst inszenierte sich als Diva, hatte eine Reihe von Affären und verkehrte hauptsächlich in Haute-Volée-Kreisen.
Auch ihre Modelle wählte sie gezielt aus und porträtierte Angehörige der Elite. Jedes mit ihrem Namen signierte Bild erwies sich als Eintrittskarte in die Pariser Gesellschaft. Ihr Vorhaben, den damals in ganz Europa als Dichter, Romancier, Dramatiker und Liebhaber gefeierten Gabriele d’Annunzio zu verführen und zu porträtieren, verwarf sie wieder; zwar war er verrückt nach ihr, doch sie mochte sich nicht in die Vielzahl seiner Liebschaften einreihen.

Später widmete sich Tamara Frauen, die sowohl ihre Modelle als auch ihre Liebhaberinnen wurden. Überhaupt fällt auf, dass sie wiederholt weibliche und männliche Rollenmuster in ihren Bilder vermischte: die Frau als Verführte und Verführende. Auf dem Höhepunkt ihres Erfolgs riss man sich darum, von ihr gemalt zu werden und sie nahm horrende Preise für ihre Porträts.
Mitte der 1930er Jahre litt Lempicka an Depressionen, ihr Schaffen versiegte.
Ihre zweite Ehe führte sie mit dem ungarischen Baron Kuffner de Diószegh. Mit ihm emigrierte sie im Alter von 41 Jahren abermals, dieses Mal floh sie vor den Nazis. 1939 blieb die Familie Lempicka-Kuffner nach einem Urlaub in den USA, wo für Tamara de Lempicka ein weiterer Lebensabschnitt began.

Zwar hatte sie weiterhin ihre wirtschaftliche Unabhängigkeit und konnte sich bald die beliebteste Malerin Hollywoods nennen, doch vermochte sie künstlerisch nicht mehr zu überzeugen. Ihr späterer Versuch, mit dem Nicht-Gegenständlichen ein Comeback zu schaffen, scheiterte. Längst hat die Pop-Art von den USA Besitz ergriffen. Auf einer Ausstellung in New York musste sie 64jährig erkennen, dass sie nicht mehr gefragt war und stellte bis zu ihrem Lebensende nicht mehr aus.
Sie stirbt im Alter von 82 Jahren in Mexiko.
Ölgemälde auf Acrylglas
Das ist mal ein neues Erlebnis. Öl auf Acrylglas. Hab ich beim Boesner rumliegen sehen, musste ich einfach mitnehmen. Als Malgrund ein Acrylglas. Hab mal eine Schicht Ölfarbe draufgemalt. So sieht das dann aus:

Bin gespannt wie sich die Farbe auf dem Acrylglas verhält. Verbindet sich die Farbe mit dem Untergrund? Kann ich eine weitere Schicht auftragen? Sollte ich besser mit Acryl arbeiten? Sollte ich vielleicht erst die Beschreibung im Katalog des Händlers lesen? Oder eine Profi fragen? Oder alles ignorieren und gleich ein Schweinegeld für nix verlangen? Fragen über Fragen. 
Ich lass das jetzt erst mal trocknen.
Bilder werden gerahmt
Also so sieht ein Bilderrahmen aus

Und so sieht der Rahmen mit Blendrahmenblechen aus

Und so wenn das Bild eingepasst ist und festgeschraubt. Jedes Bild ist übrigens mit dem Bildnahmen versehen, der Bildgröße, dem Datum der Fertigstellung und eine Unterschrift gibt’s auch noch.

Und zuletzt das Ganze noch von vorn.

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Andy Warhol, 1928 – 1987
Der Amerikaner Andy Warhol, eigentlich Andrew Warhola, war Grafiker, Filmemacher, Maler und stilisierte sich selbst als Kunstfigur. Im Alter von acht Jahren erlitt Warhol eine Art Nervenzusammenbruch, gepaart mit einer seltenen Pigmentstörung, so dass man ihn lange für einen Albino hielt.

Nach seiner Ausbildung zum Schaufensterdekorateur und Studien an verschiedenen Instituten über Grafikdesign, Kunstgeschichte, Psychologie und Soziologie arbeitete er als Werbegrafiker für Magazine und als Schaufensterdekorateur.
1952 und 1957 erhielt er für die Gestaltung von Zeitungsannoncen die Art Directors Club Medal. Seine erste Ausstellung ‘Fifteen Drawings Based on the Writigns of Truman Capote’ fand 1952 in der Hugo Gallery in New York statt. Schon zu dieser Zeit begann die Selbstinszenierung von Warhol – weißblonde Haare, stoisch gelangweilte Miene.
Seine frühen Bilder waren Bestandteil von Schaufensterdekorationen. Ab 1962 entstanden Serienbilder ‘Campbells Suppendosen’ und ‘Coca Cola-Flaschen’, dann Siebdrucke mit Dollarnoten oder grellfarbenen Blumen. Die Verwendung bekannter Zeichen aus der Massenkultur bestimmten von nun an seine Arbeit.

Sein Thema war die ständige Wiederholung des immer gleichen Motivs. Eine Postkarte der Mona Lisa wurde dreißig mal auf der Leinwand vervielfältigt und war daher besser als nur eine – das Original zählt weniger als die quantitative Vervielfältigung. Warhols hatte ein untrügliches Gespür für Effekte, die durch eine entsprechende Gestaltung und Farbgebung hervorgerufen werden.

1962 nahm Andy Warhol an der von Sidney Janis in New York veranstalteten Ausstellung der amerikanischen Pop-Art ‘The New Realists’ teil. In den folgenden Jahren entstanden Serien von Todes- und Katastrophenbildern. Die Bildreihen wurden in Siebdruck in gewollt schlechter Qualität erstellt und prägten von da an die Pop-Art.
Auch die Kunstkritik erkannte bald, dass diese Bilder einen ungeheuren ästhetischen Reiz hatten: Durch ihre Serialität lenkten sie die Aufmerksamkeit weg vom Motiv hin zur Machart der Vorlagen und ließen dadurch den manipulativen Charakter der Populärkultur unserer Zeit erkennbar werden – wir alle sind durch die Massenmedien in unserer Wahrnehmung gelenkt. Warhols Bilder wurden spätestens seit 1965 als Sensation auf dem Kunstmarkt gefeiert.

1960 widmete sich Warhol verstärkt dem Medium Film. Er hielt die Technik bewusst einfach, wählte lange statische Kameraeinstellungen ohne dramaturgishe Eingriffe und verzichtete auf Schnitt und Montage. Monotone Filme, die austauschwar wirkten entstanden. Seine Modella waren Tänzer, Transvestiten, Möchtegern-Schauspieler, Maler, Musiker, alles was sich in der ‘Factory’ rumtrieb. Man war drei Minuten, bis die Filmrolle durchgelaufen war, mit sich selbst und dem Objektiv vor dem Gesicht allein. Die Ergebnisse sind faszinierend, manche Personen versuchen „cool“ zu bleiben, andere werden sehr nervös und zünden sich eine Zigarette an, wieder andere bekommen einen Heulkrampf. Für diese ersten Stummfilme (1963) erhielt er den Independent Film Award der Zeitschrift ‘Film Culture’.
Kennzeichen der weiteren Filme waren sexuelle Offenheit, Obszönität, triviale Gespräche und monotone Wiederholungen. 1966 begann Warhol multimediale Veranstaltungen zu organisieren. Er provozierte durch spektakuläre Auftritte und beschäftigte sich mit tabuierten Themen.
1968 fand all dies ein jähes Ende: Die Frauenrechtlerin Valerie Solanas verübte ein Attentat auf Warhol, der zu dieser Zeit seinen Film „Blue Movie“ (Superstar „Viva“ beim stundenlangen Geschlechtsverkehr mit Louis Waldon) drehte. Der Maler musste ins Krankenhaus, und in den folgenden Jahren überließ er die Regie seinem Mitarbeiter Paul Morrissey. Dieser drehte ganz andere, kommerziell ausgerichtete Spielfilme, für die Warhol nur noch den Namen hergab. Diese wurden im Gegensatz zu den frühen Experimentalfilmen US- und europaweit gezeigt, und leider sind sie es, für die Warhol heute berühmt ist. Nach neuesten Schätzungen des Whitney Museum of American Art, das den Filmnachlass aufbewahrt, hat Warhol im Lauf seines Lebens mehr als 400 Screen-Tests, knapp 280 Filme und über 4.000 Videos gedreht.
Sein neues Atelier Union Square wurde von Kameras überwacht. Er konzentrierte sich wieder mehr auf seine Bilder und Siebdrucke. Von der Szenelocation wandelte sich die ‘Factory’ zur Büroetage. In den 1970er Jahren wurde Warhol zum Porträtisten der New Yorker Gesellschaft. Als Vorlagen dienten ihm selbst gemachte Polaroidfotos, die Ausführung der Bilder überliß er der ‘Facroty’. Seine Siebdruck-Übertragungen von Fotos berühmter Persönlichkeiten wurden zu Ikonen des 20. Jahrhunderts.

Mit den fortschreitenden 1970er Jahren begann Warhol aus Kunst Kommerz zu produzieren: Er porträtierte wie am Fließband jeden, der ihm das entsprechende Honorar bezahlte. Er bemalte Fahrzeuge von Autofirmen wie BMW oder Mercedes Benz und war stets gern gesehener Gast in Video- und Fernsehproduktionen. Seine (meist prominenten und zahlungskräftigen) Kunden lichtete er in seinen Sitzungen mit der Polaroidkamera ab, die er anschließend zur Belichtung der Druckschablonen für seine Siebdrucke gab.
Zunehmend konzentrierte er sich überdies auf die Kolportage, machte unendliche Tonbandaufnahmen und lichtete hemmungs- und wahllos Stars und Sternchen der New Yorker Szene für seine Zeitschrift Interview ab. Gern und schonungslos kompromittierten er und seine Mitarbeiter ihre oft alkoholisierten oder drogenberauschten Interviewpartner mit den Artikeln und Fotografien ihrer Zeitschrift.

1982 produzierte er für das Kabelfernsehen die ‘Andy Warhol Television’ und arbeitete verstärkt an der Videotechnik. Privat zog sich der Künstler immer mehr zurück in sein New Yorker Stadthaus, wo er über zehn Jahre lang mit seinem Lebensgefährten Jed Johnson lebte.
1985 stellte er sich in einem New Yorker Nachtclub hinter eine Glasscheibe als lebendes Kunstwerk aus. Sein letztes Schaffen waren Gemeinschaftsbilder mit den Künstlern Jean-Michel Masquiat, Francesco Clemente oder Keith Haring. Sein letztes großes Werk war eine Reverenz an Leonardo Da Vincis Abendmahl.
Am Morgen des 22. Februar 1987 verstarb Warhol überraschend und unter bis heute ungeklärten Umständen an den Komplikationen einer Gallenblasenoperation im New York Hospital.
Nostalgie Bilder – in Arbeit
Vor etwa 4 Jahren hatte ich schon einmal eine Dunkelbraun/Rotbraun/Weiß-Serie gemalt. Ich hab die Bilder damals an eine Freundin verschenkt, die leider weggezogen ist. Also ein Abschiedsgeschenk. Die Serie war richtig gut, und da hab ich mir gedacht ich nehm die Farbkomposition noch einmal auf. Damals hat es so ausgesehen:
Heute fang ich so an:



Das Format ist neu, gerade beim Tryptichon. Es soll aber nicht das gleiche rauskommen. Ich leg großen Wert darauf, dass alles was gemacht wir Unikate sind. 
Die Namensgebung ist klar ‘Nostalgie’.
Blauer Mond

Dieses Gemälde ist ein Versuch. Warum? Kann man hier gar nicht sehen. Muss ich beschreiben.
Der Rahmen ist nicht wir sonst ca. 2 cm sondern 5 cm tief. Ich habe außerdem die Bespannung nicht an der Seite befestigt sondern hinten am Bild. Das bedeutet, dass ich, wenn es mal fertig sein sollte, das Bild ohne Rahmen aufhängen werde, da ich auch die Seiten komplett bemale. Ob der Kreidegrund für eine derartige Maßnahme taugt, kann ich noch nicht sagen.
Auf jeden Fall ist das Bild höchst empfindlich, weil ja rund rum Kreidegrund ist. Es ist also schon schwierig das Ding auf die Leinwand zu stellen, weil ja nichts wegbröseln sollte und weil alles gleichmäßig trocknen sollte. Mit diesem ersten Farbauftrag ist noch alles gut gegangen. Für weitere Schichten wird das Bild wohl liegen müssen. 
Bin gespannt wie es weiter geht.
Fröhliche Weihnachten Welt
Es gibt ja bekanntermaßen kaum was weichnachtliches in meiner Wohnung aber im letzten Blumenstrauß hatte sich eine Christbaumkugel verkrochen. Also gibt’s auch ein Weihnachtsfoto.

Ich wünsche allen Lesern meines Blogs ein fröhliches Weihnachtsfest.

Sitzende Frau – das neue Aktgemälde von Astrid Keller in Arbeit

So langsam wird’s was mit der sitzenden Frau. Im Moment muss sie erst mal trocknen, wie man unschwer sehen kann.
Klang Bild I-III – bald fertig


Die Idee dieser Bilderserie sind Klangschalen und der Wunsch nach Türkis, Brombeer und gelb. Das Türkis sollte noch türkiser werden, das gelb noch leuchtender und das brombeer noch brombeeriger. 
Joan Miró, 1893 – 1983
Der spanische Maler Joan Miró studierte an einer privaten Kunstschule und interessierte sich für die französischen Fauves und Kubisten. Er gab sehr früh seine Tätigkeit als Buchhalter auf und widmete sich ganz der Kunst. Seine erste Austellung war im Jahr 1918 in der Galerie Dalmau in Barcelona. Im folgenden Jahr reiste er nach Paris und lernte Pablo Picasso kennen.

Von da an verbrachte er die Wintermonate in Paris und malte im Sommer in Spanien. In Paris gehörte er zur Avantgarde und wurde 1924 – 1940 Mitglied der Surrealistengruppe. Seine erste Werke zeigen fauvistischen Einfluss und sind zugleich formal kubistisch angelegt. Es finden mehrere Ausstellungen in Paris, New York und Brüssel statt. Miró widmete sich zunehmend der Collage und entwickelte daraus das Materialbild. Von dieser Phase ging der Maler schrittweise zu figürlichen Darstellungen mit detailbetonten, magisch wirkenden Realismus über, der kubistische Formfassetten sowie surreallistisch freie Zeichen aufweist.

Schon gegen Mitte 1920er Jahre abstrahierte und verfremdete Miró seine Wiedergaben schrittweise. Sie wurden zu linearen Bildzeichen vereinfacht. Miró verdichtete bizarre Formen zu Gebilden von poetischer Ausstrahlung. 1937 entstand das Wandgemälde „Der Schnitter“ für den spanischen Pavillon auf der Pariser Weltausstellung. Joan Miró kehrte nach einen mehrjährigen Aufenthalt in der Normandie im Jahr 1940 nach Barcelona zurück und ließ sich anschließend auf Mallorca nieder.

Seine bezeichnenden Elemente waren von da an Sternformen, verschlungene Linien, figürliche Kürzel, Sonnen- und Mondzeichen in kräftigen Farben. Sein Fantasiereichtum schien unendlich. Die gleiche Vielfalt zeichnete auch seine druckgrafische Produktion aus. Das reiche grafische Schaffen der surrelistischen Werkphase begleiteten zahlreiche Objekte, Bronzeskulputen und Keramikarbeiten. Ab dieser Zeit entstanden vorwiegend plastische Arbeiten, meist aus Keramik. 1947 zeigte Miro seine erste Einzelausstellung in New York. Ausstellungen in nahezu allen bedeutenden internationalen Galerien folgten. Joan Miró war Teilnehmer der documenta 1 (1955), der documenta II (1959), der documenta III (1964) und auch der documenta 6 im Jahr 1977 in Kassel.

1958 erwarb Miró die Dotierung des Internationalen Guggenheimpreises von Son Boter, welches ursprünglich als Skulpturenwerkstatt geplant war, aber im Laufe der Zeit zu seinem zweiten Malstudio wurde. Mirós Spätwerk wurde von großformatigen abstrakten Gemälden bestimmt, der Künstler komponierte die sogenannten „Sobreteixims“, Textilbildwerke in die Gegenstände eingearbeitet sind.

Aus Sorge, sein kreatives Umfeld könnte in Vergessenheit geraten oder ganz verschwinden, übergab Miró einen Teil seines Besitzes als Schenkung der Stadtverwaltung von Palma. Auf Grund der Schenkung wurde 1981 die Stiftung „Fundació Pilar i Joan Miró a Mallorca“ gegründet. Seine einzige Tochter, Maria Dolors Miró Juncosa, war Ehrenvorsitzende der Miró-Stiftungen in Barcelona und Palma.

Joan Miró starb am 25. Dezember 1983 in Palma de Mallorca.
Der Hintergrund vom Ölbild
Da mal ich seit 2 ½ Stunden an einer nackten Frau rum und dann muss ich feststellen, dass der Hintergrund nicht dazu passt. Im Prinzip ist er schon o.k. aber der Farbton stimmt nicht ganz. Also wisch ich die gerade aufgetragene Farbe runter und wage einen neuen Versuch. Nebenbei gesagt es ist inzwischen 23:30 Uhr und an sich ist der Abend gut gelaufen.
Die Haare von der Nackten sind richtig gut geworden. Etwas mehr Helligkeit hier, etwas mehr Dunkelheit da und das Mädchen wird plastischer. Das eine Knie gabs bislang gar nicht und so ganz allgemein, hat das rumgemale schon was gebracht. Der rechte Arm gefällt mir noch nicht so und der Brustbereich ist umstritten, dennoch es wird.
Aber der Hintergrund macht mich nicht glücklich. Inzwischen ist eine Oper zu Ende, eine zweite CD läuft schon zum zweiten Mal und ich hab tierisch Kreuzweh. Und Wäsche muss ich auch noch aufhängen. Und es sind etwa 20 Pinsel zu putzen; obwohl ich nur mit 3 Farben gearbeitet hab ich das schon bedenklich. Ich wollte gar nicht so lange hier rumtun. Für eine Dokumentation bin ich jetzt zu müde, den aktuellen Stand der Dinge gibt’s die nächsten Tage. 
Inzwischen ist es morgen geworden, nein es ist heute, und den mißlungenen Hintergrund hab ich gestern gemalt.
Zu müde zum Denken
Ich bin spät nach Hause gekommen, durfte noch Weihnachtsgeschenke kaufen. Beim Sport war ich auch noch und bis ich dann gegessen hatte war es schon fast halb acht. Nach der halben Stunde Ruhe bin ich fast nicht mehr von der Couch hoch gekommen. Aber dann hab ich mich doch aufgerafft und bin ins Arbeitszimmer gegangen.
Eigentlich wollte ich an der nackten Frau arbeiten, aber ich war zu müde zum denken. Und bei der Frau muss ich schon mitdenken, oder wenigestens die Kraft haben mich von der Kreativität mitreißen zu lassen. Hab ich aber heut auch nicht. Also hab ich mich um die rechten Winkel der 3D-Gemälde gekümmert. Jetzt sind sie alle rechtwinklig – die 3D-Winkel. Und die Nostalgie-Serie hat auch einen weiteren Farbauftrag bekommen. Und mit den ‘Öl auf Holz’ in der Hand hab ich die Augen zugemacht, mir von der Lampe den Rücken wärmen lassen und der Schmusemusik zugehört. 
Nicht sehr produktiv. Aber mir fallen im Stehen die Augen zu. Gute Nacht Welt.
Weihnachten
Also, ich kann Weihnachten nicht besonders leiden. Das hängt zum großen Teil an den negativen Erinnerungen, die ich mit Weihnachten verbinde. Ewige Streitereien beim Christbaum schmücken, Rumgeschreie am Heilig Abend, schlechte Stimmung an den Feiertagen, falsche Geschenke, keine Geschenke oder die falsche Gesellschaft am Festtag. Tradtitionen, Reglementierungen, Zwänge, denen man sich beugen muss. Ist alles nicht mein Ding.
Die Menschen sind hektisch und gereizt. Meine Kunden sind im Streß, wollen vor den Festtagen noch so viel erledigt kriegen. Schließlich gibt es kein Leben nach Weihnachten. Schaufenster und Straßen sind voller Weihnachtsschmuck – ist jetzt auch nicht so mein Fall. Ich hab nichts dageben, aber ich hab es sehr schnell satt. Und bei mir zuhause gibt es gar nichts weihnachtliches. Nix mit Kerzlein, Zweiglein, Tanne, Kugel oder Nikolaus.
Ganz konnte ich mich dennoch nicht gegen Weihnachten stemmen. Die Tage habe ich einen besonders schönen Blumenstrauß bekommen. Das gibt es wirklich nicht alle Tage. Und er hat schon was von Weihnachten. Gott sei Dank ist ‘Blumenstrauß-geschenkt-bekommen’ in meinem Erfahrungsschatz nicht so negativ besetzt wie Weihnachten. So freut sich mein Herz seit Tagen an der Blumenpracht.

Lila Sonne

Die Auftragsarbeit entwickelt sich. Die letzen beiden Abende bin ich ein gutes Stück weiter gekommen. Das Gemälde bekommt langsam Tiefe und Ausdruck. Und einen Namen hat es inzwischen auch „Lila Sonne“. Und was sagt der geneigte Auftraggeber? Wenn sie jetzt was gegen das viele schwarz hat, dann fang ich morgen von vorn an. Bitte jetzt Daumen drücken.
Rezept
Da einige Malgründe noch nicht fertig sind fang ich wieder mal an zu grundieren. Und man glaubt es kaum, aber das essenzielle, wichtigste Rezept für den Kreidegrund sieht so aus.

Es stammt noch aus der Zeit des Malunterrichts, ist also etwa 9 Jahre alt. Damals hab ich das einfach so mitgeschrieben und hab später daheim die doppelte Menge darunter notiert. Damit ich mein schwaches Zahlengedächtnis nicht übermäßig strapaziern muss.
Und bis heute such ich mir diesen Schmierzettel wenn ich am Kreidegrund arbeite.
Es stehen also Titandioxyd/Hasenleim/Marmormehl in der Küche neben dem Herd, auf dem Fussboden findet man weiße Flecke vom Kreidegrund und der überlebenswichtige Zettel darf mal wieder eine Weile draußen liegen. ![]()
Schleifarbeiten
Wenn ich grundieren will, dann bedeutet das immer, dass ich die bereits bestehende Schichten abschleifen muss. Man kann sich das so vorstellen, dass sich die feinen Körnchen der Grundierung gerne in Grüppchen auf der Leinwand treffen. Die halten dann einen Schwatz, tauschen die Neuigkeiten vom Pinsel und Marmormehl aus. Von gleichmäßig verteilen halten die nicht viel. Dadurch entsteht eine rauhe, körnige Oberfläche und keine glatte, pudrige, samtige, weiche, feine Fläche.
Ab und an, zwischen den verschiedenen Kreidegrundschichten werden also die körnigen Unebenheiten abgeschliffen. Und dann staubts im Badezimmer. Der feine Kreidestaub legt sich auf alles was rumsteht. Die Badezimmermöbel, die Handtücher, meine Haare sind voller Staub und wenn ich es zulasse kriecht er auch in meine Lungen und in meine Augen. Aber – nicht mit mir. So sieht mein Atemschutz und meine Schutzbrille aus.

Zugegeben, ich hätte beides nicht, wenn mich ein guter Freund seinerzeit nicht bös geschimpft hätte. Ich hab rumgehustet und erzählt was ich tu und dass ich gar nicht richtig schauen kann, weil ich Staub in den Augen hätte. Manno, der hätte durchs Telefon gelangt, wenn er gekonnt hätte. Also hab ich mir inzwischen Atem- und Augenschutz zugelegt. Und, Mikel, es sei Dir gesagt, dass ich nach 10 Minuten Arbeit nicht mehr genau sehen kann was ich tu, weil die Brille von innen anläuft. 
Gott sei Dank ist das ganze eh mehr eine tastende Arbeit.
Uuuups
Derzeit arbeite ich an diversen Vorskizzen. 2 Tryptichen (was für ein geiles Wort) sind in Arbeit. Es werden Farbkompositionen in dunkelbraun/rotbraun/wollweiß und gelb/grün/orange. Ich stehe also voll im kreativen Rausch vor meinem Wohnzimmertisch und pritschle mit Aquarellfarben rum. Und schwups werf ich ein Glas mit brauner Farbe um und reisse auch noch gleich das mit weißer Farbe mit. Uuups.
Mein erster Gedanke: Rette die Farbe! Alles ergießt sich in die auf dem Tisch liegende Decke. Verflixt, kann ich wieder neu anmischen. Also neues Wasser holen, Farbe anmischen, weitermalen.
Erst viel später fällt mir ein, dass der Wasserfleck auf der Decke vielleicht so nass sein könnte, dass er bis zur Tischplatte reicht. Und es dauert noch einige Minuten bis ich auf die Idee komme diesen Fleck trocken zu legen. Es wär ja blöd wenn sich beim antiquarischen Eßtisch das Furnier lösen würde oder die weiße Farbe auf dem braunen Holz einen permanenten Fleck hinterlassen tät. Ja, blöd wär das. Aber in diesem Fall hatte ich mehr Glück als Verstand. 
Weiß wurde von der Decke aufgesogen. Braun kam am Tisch an und unterscheidet sich kaum von der Tischplatte. Und geschadet hat das Wasserbad anscheinend auch nicht.
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