Archiv für September 2008|Monatliche Archivseite

Kunstnacht Landsberg 2008 – Pressestimmen

Kunstnacht Landsberg – schön war’s

Die Kunstnacht Landsberg war ein voller Erfolg. Die Straßen waren voller Menschen, es gab viel verschiedene Kunstgegenstände, Darbietungen und Gespräche über Kunst und Künstler. Ein paar Eindrücke finden Sie in der Bildergalerie auf meiner Homepage. Leider sind die Aufnahmen etwas dunkel aber schließlich war’s ja Nacht. Mehr gibt’s sobald die Bilder entwickelt sind, die ich mit der analogen Kamera gemacht hab. Das dauert halt etwas.

Auch für mich war die Kunstnacht ein Erfolg. Beide Lokalitäten waren gut besucht. Viele Menschen konnten meine Kunst sehen und haben nach der Künstlerin gefragt. Ein Zustand mit dem ich nicht wirklich umgehen kann. Aber auch daran gewöhne ich mich sicher bald.

Alles in allem hat es viel Spaß gemacht. Und nach ziemlich vielen Prosecco bin ich erst spät Nachts ziemlich angeheitert ins Bett gefallen.

Meine neue Sony – so cool

Die BULB-Funktion ermöglicht die Aufnahme von Lichtspuren – so cool.

Ich bin wieder nüchtern

Das ist eine Tanzfläche. Obwohl man das an der Aufnahme nicht erkennen kann. Sie steht falsch. Eigentlich ist das Werk mehr breit als hoch . Also ähnlich meinem Zustand Samstag Nacht. Aber wie der Rausch so wird sich auch die Erscheinungswese dieses Gemäldes bald ändern. Eine Schicht Farbe mehr und dann werde ich eine ‘ordentliche’ Aufnahme liefern. Was dabei rauskommt kann ich noch nicht sagen. Ist das erste mal, dass ich mich an ein so großes, abstraktes Kundwerk wage.

Kunstnacht Landsberg Öffnungszeiten der Einzelhändler

Es kommt ja manchmal anders als man denkt. Und das kann ich gar nicht leiden. Bin ein Kontrollfreak, ein Planer, ein Ordnungsmensch – einer der wissen will was läuft.

Vor diesem Hintergrund habe ich im April diesen Jahres beim Leder Mack angefragt, ob er bei der Kunstnacht dabei ist und ob ich ausstellen kann. Und schon kurz danach hattte ich das o.k. und die Freude war groß. Wochen später hat mir Lucille Schmitz ebenfalls die Möglichkeit gegeben in Ihrem Schuhladen Bilder zu zeigen. Perfekt!

Inzwischen ist es nicht mehr so perfekt. Alle Einzelhändler mussten sich bis Mai bei der Stadt anmelden. Sie mussten einen kleinen Obulus von 75,- EUR bezahlen und waren fortan Teil der Planung des Events. Sie erhielten eine Genehmigung an der Kunstnacht den Laden zu öffnen, sie wurden im Flyer aufgelistet und sind in den vielfältigen Anzeigen und Bewerbungsaktionen mit dabei.

Nicht Leder Mack. Von einer Anmeldung wusste niemand etwas, aber man könne ja trotzdem aufmachen. Heute lese ich folgendes in der Zeitung:

„Ladenschlussgesetz beachten

In einer Pressemitteilung erläutert die Stadt, dass nur fest angemeldete Teilnehmer bis 23 Uhr geöffnet haben dürfen. Für alle anderen Geschäftstreibenden gelten die gesetzlichen Ladenschlusszeiten.“

Im vergangenen Jahr müssen sogar Strafen verhängt worden sein in Höhe von 500,- EUR. Dieser Betrag ist weniger spaßig.

Also was denn nun?!?

In den Schaufenstern des Leder Mack stehen meine Nackedeien, was ich aber nicht weiß ist wie lange nun geöffnet ist. Um 19:00 Uhr soll es losgehen. Die ersten Gäste kommen erfahrungsgemäß gegen 19:30 Uhr. Und um 20:00 machen wir zu??? Dafür diesen Aufwand??? Laut Leder Mack darf bis 22:00 geöffnet sein, aber Verkauf nur bis 20:00???

Die Kunstnacht dauert bis 23:00 Uhr. Da es eine Kunstnacht ist und kein Kunstabend werden sicher noch viele Gäste unterwegs sein, wenn Leder Mack schließt.

Wie auch immer.

Tatsache ist, dass es keine offizielle Teilnahme ist. Tatsache ist, dass ich mich nicht den ganzen Abend beim Leder Mack aufhalten werde, weil mich das Ganze nervt.

Schön ist, dass ich auf diese Weise etwas von der Kunstnacht sehen werde. Ich werde schon im Laufe des Abends meine eigenen Wege gehen und viel Kunst genießen.

Aber: I’m not amused.

Kunstnacht Landsberg 2008 – Ölgemälde von Astrid Keller bei Milano Schuhe

Kunstnacht Landsberg – Ölgemälde von Astrid Keller

Scheißtag

Ich hatte heute einen Scheißtag. In der Arbeit läufts nicht, keiner erreichbar oder unwillig.

Mit der Ausstellung zur Kunstnacht läufts auch nicht so wie ich will. Ich versteh manches einfach nicht.

Ich bin hundemüde, war schon wieder nicht im Training, vergreife mich an Süßigkeiten und rauche zuviel. Und dabei ist schon die Tatsache, dass ich rauche erschreckend.

Ich steh im Atelier, man kann auch Arbeitszimmer dazu sagen, schau rum und sehe so viel zu tun. Rahmen bauen, grundieren, skizzieren, ausarbeiten – eben was tun. Außerdem sollte ich mich weiter der Online Arbeit widmen und mich darüm kümmern, dass meine Bilder weiter ausgestellt werden. Denn wenn sie keiner sieht, dann wird sie auch keiner kaufen. Aber -  heute nicht. Heute ist ein Scheißtag.

Also bin ich faul, blogge, telefoniere und bedauere mich. Und ich hab ein Foto von meinen Pinseln gefunden, das mit der neuen Kamera gemacht wurde. Guckst Du

Kunstnacht Landsberg – Anzeige Leder Mack mit Ölgemälden von Astrid Keller

Kunstnacht Landsberg 2008 – Presse Vorschau

Kunstnacht Landsberg Teilnehmer

42 Teilnehmer verzeichnet der offizielle Flyer. Inoffiziell sind es mindestens 43 – wie gesagt, ich bin dabei, steh aber nicht drin. Einzelhändler, Kaffees, Schulen, Kirchen, Institutionen und Apotheken öffnen am Samstag Abend die Türen für Kunst und Kultur. Wer alles dabei ist finden Sie hier. Zu den Geschäften finden Sie Webadressen, zu den Künstlern auch – so vorhanden.

Ich bin ja soo froh, dass ich eine Digitalkamera besitze. Auch wenn ich noch nicht wirklich damit umgehen kann, für Fotos der verschiedenen Lokations hat’s gereicht. Ein, zwei hab ich nicht gefunden und konnte ein Bild aus dem Internet verwenden. Und nach der Veranstaltung wird es eine Bildergalerie mit Eindrücken von diesem sensationellen Abend geben.

Ich werde mich beim Leder Mack rumtreiben und ab und zu beim Milano.

Interessieren würde mich die Videovorführung auf der Stadtmauer beim O Cafee. Auch für die Märchen beim Sprachraum könnte ich mich erwärmen. Aber die könnte ich schaffen, da geht’s nämlich erst um 23:00 los. Wenn ich also nicht zu betrunken bin, dann könnt ich vorbeischauen. Aber dann muss ich mich entscheiden. Kunstnachtparty im Foyer oder Märchen beim Sprachraum. Hmmm schwere Entscheidung – hängt sicher vom Alkoholpegel ab.

Das klingt so also würde ich mich zuschütten wollen. So ist das nun wieder nicht. Aber das ein oder andere Gläschen Prosecco werd ich kippen. Schließlich hab ich mehrere Gründe dafür.

Also kommen Sie zahlreich zur Kunstnacht und lassen Sie sich von der besonderen Stimmung einfangen.

Etwas grün im Gesicht

Achim ist etwas grün im Gesicht. Nein, ihm ist nicht übel, ich hab ihn grün angemalt.

Das ist ganz wichtig, denn ohne grün gibt es keine Haut. Gelb muss auch noch sein, aber heute hab ich mich um grün gekümmert. Der Farbton heißt ‘Böhmisch grüne Erde’ und macht ganz tolle Effekte. Ein lasierender Farbton, der dem Gesicht Substanz gibt, Dichte, Leben und Echtheit.

Es ist allerdings immer schwierig grün aufzutragen. Denn bis dahin steht ja schon die Vorzeichnung, die Konturen und durch das Auftragen von grün werden manche schon gebildeten Gesichtszüge wieder übermalt, andere treten überproportional hervor. Ich mache also einen Teil meiner Arbeit wieder zunichte. Und das kostet mich etwas Überwindung. Man kann sich das so vorstellen:

Ich sitze mit dem Pinsel in der Hand vor der Leinwand, streif zum x-ten mal den Pinsel ab und tunke ihn wieder in die Farbe. Und dann atme ich tief ein und aus und trau mich am Hintergrund anzufangen. Von der ersten Minute an sieht das Gemälde schmutzig aus. Das macht mich immer völlig fertig. Aber ich weiß ja, dass es sein muss.

Ich versuche immer im Gesicht möglichst sauber zu arbeiten. Aber das juckt die Farbe wenig. Es gibt Stellen, die aufgrund der vorhergehenden Schichten mehr Farbe annehmen als andere. Ich seh’s und kann’s nicht verhindern. Ich arbeite noch immer in einer Schicht, in der die Farbe von der Leinwand wie von einem Schwamm aufgesogen wird. Einmal drauf und keine Korrekur mehr möglich.

Inzwischen hab ich das schon öfter erlebt und es erschreckt mich nicht mehr so sehr. Ich vertraut auf mich und dass am Ende noch jedes Portrait und jede Nackte gut geworden ist.

Ja, Achim, da guckst Du. Jetzt bist Du grün im Gesicht.

Übrigens: Auch für die graugrünen Augen ist diese Schicht ganz wichtig :-)

Essbar – oder nicht?

Manche Dinge erfreuen das Herz. Ein fertiges Bild, der Geruch von Leinöl in der Wohnung, das wohlige Gefühl von geschliffenem Kreidegrund unter den Händen und vieles andere an der Malerei. Bei den meisten Dingen geht mir das Herz auf.

Wenn ich aber wochenlang die Kartons mit Titandioxyd, Marmormehl, Hasenleim und Zinkoxyd in der Küche stehen seh, dann könnt ich …. etwas aggressiv werden.

Da gibt’s schon schräge Situationen. Auf dem Herd kocht das Abendessen und daneben steht der Topf in dem gerade der Leim weich wird. Ich vermische Lebensmittel und verrühre keine 20 cm daneben staubige, pulvrige Zutaten für den Kreidegrund. Ich denk mir dann immer ‘Ob das gesund ist?’. Wahrscheinlich, nein sicher, sind die Zutaten für den Kreidekrund NICHT ESSBAR. Und ich versuche schon zu trennen, meistens.

Manchmal aber, da bin ich hungrig auf Essen und auf Malen. Und dann bereite ich auch beides zu. Und genauso gierig verläuft dann meist mein Abend. Schnell, schnell essen, Teller in die Küche verfrachten, anderen Topf nehmen, Pinsel und loslegen.

Wenn ich dann so konsequent dran bleibe stören mich die Kartons in der Küche nicht. Nach 14 Tagen sind die Malgründe fertig, ich kann aufräumen und die Küche dient nur noch zum Kochen. Wenn ich aber, wie zur Zeit, zu nichts komm, weil die Zeit hint und vorne nicht reicht, dann stehen die Zutaten ewig rum und klagen mich an: ARBEITE – ARBEITE – ARBEITE.

Ich arbeite ja, hab einen 9-10 Stundentag im Geschäft, mach seit 14 Tagen kaum Mittag. Ich lebe nur noch mit Terminkalender und wenn ich kurzfristig mal das Gefühl hab, dass die geliebte Kontrolle wieder da ist, dann kommt bestimmt was Wichtiges, was Verpflichtendes, Unabänderliches dazwischen.

Aber heute wird nicht über den Mangel an Zeit lamentiert, das steht nicht im Terminkalender, sondern über die verflixten Kartons in meiner Küche. So sehen sie aus:

Und obwohl sie geschlossen sind verbreiten sie kontinuierlich etwas Staub. Weißes Pulver, das sich in Spuren über der Arbeitsplatte verschmiert, am Putzschwamm klebt, mit dem ich doch eigentlich das nächste Glas spülen wollte. Der Verschleiß an Putzmitteln ist zur Zeit riesig.

Herr, lass die Gründe fertig werden.

Großformat

Wer hat eigentlich gesagt, dass ich in der vor mir liegenden Malphase großformatige Bilder malen soll? Hä?

Da steh ich im Atelier und hantiere mit 1,40 x 0,70, mit 1m x 0,80 und das Format 1m x 1,50 will noch zusammengebaut werden. Ich weiß gar nicht wie ich die Dinger aufhängen soll. Der Platz ist nicht wirklich da. Mein Arbeitszimmer ist nicht so groß. Und schließlich steht die Staffelei drin und ein kleiner Tisch mit Zubehör und wenn ich das Bild umdrehen will dann steh ich mir selbst im Weg.

Gut, es war meine Idee. Ich will schon länger große Formate malen. Will lernen damit umzugehen. Will der Farbe noch mehr Raum geben, größere Flächen füllen, größere Themen angehen. Eine Tanzfläche ist auf einem großen Bild einfach besser aufgehoben, als auf einem kleinen. Das Foto von der Tanzfläche ist leider extrem schlecht. Man kann auch noch nicht viel sehen. Und ich beherrsche auch die neue Superkamera noch nicht.

Den Entwurf von der nächsten Nackten kann ich schon zeigen.

Wettbewerb

Auf meiner Homepage finden Sie eine Verlinkung zum ‘Leben der Ehefrau’. Vor ca. einer Woche hat ‘Ehefrau’ einen Malwettbewerb ausgeschrieben, an dem ich natürlich sehr gerne teilnehme. Das Thema:

“Mann, der seiner Frau das maximal falsche Geburtstagsgeschenk geschenkt hat!”

Hier mein Beitrag. Wunschgemäß werde ich die Dateien natürlich auch an der Einsendeadresse abliefern. Und ich bin auch noch in der Zeit. Uff. Es war schon etwas knapp.

Galerieschiene

Wenn man so vor sich hinmalt werden die Bilder um einen rum automatisch mehr. Und wenn dann keiner was kauft, dann stapeln sie sich mit der Zeit. Aus der letzten Ausstellung sind doch einige (alle) Bilder übrig geblieben, also hab ich angefangen sie bei mir aufzuhängen.

Wenn man aber so viele Bilder hat dann kann man die aufhängen wie man will. Und man kann sich da auch umentscheiden. Was zur Folge hat, dass die Wände mit der Zeit wie ein Schweizer Käse aussehen. Vor 3 Jahren hab ich renoviert und wirklich versucht nicht wieder wild umzuhängen und es ist mir auch fast gelungen.

Aber nach der Ausstellung kam natürlich nicht alles wieder an den alten Platz. Das wär ja langweilig. Und um die Wände zu schonen hab ich mir Galerieleisten gekauft. Eine ist schon befestigt. So sieht sie aus.

Jetzt kann ich an diesem Platz Bilder umhängen bis ich blutige Finger hab. Der Wand tut’s nicht mehr weh.

Achim im Arbeit

15. September 2008

Mai 2008

14 Tage vorher

Sie ist da!

Die neue Sony A350 ist da.

Nach mehreren Stunden Meinungsfindung in mehreren Elektromärkten entschied ich mich für dieses Modell. Sie war einiges teurer, als ich wollte, sie hat Funktionen, die ich noch nicht beherrsche. Der Erwerb der passenden Tasche war auch entschieden teuerer und dass eine kleine Speicherkarte so viel Geld kosten kann hätt ich auch nicht gedacht. Aber was interessiert mich der Quatsch, den ich gestern noch erzählt habe, wenn ich mich heute für die größere Variante entscheiden will.

Mein Begleiter war sehr geduldig mit mir, hat sich meine teilweise verworrenen Gründe, Einwände und Wünsche angehört und hat redlich versucht mir bei der Entscheidung zu helfen. Und sie ist gelunden, die Entscheidung und nun ist das neue Baby da.

Die Wartezeit auf den geladenen Akku haben wir uns in der Disco vertrieben. Danach war das besagte ‘Check’ Lämpchen aus und ich war zu müde um mein neues Baby in Betrieb zu nehmen. Aber am nächsten Morgen hab ich das gleich nachgeholt. Und ich bin begeistert. Meine neue DSLR macht super Bilder. Guckst Du hier:

Fernando Botero, geboren 1932

Der Kolumbianer Fernando Botero begann mit 12 Jahren zu malen und verdiente seinen Lebensunterhalt schnell als Designer und Illustrator. Im Alter von 16 hatte er seine erste Ausstellung und seit ca. 1950 hatte er seinen weltberühmten Stil gefunden.

Die Kunst von Botero verfügt über eine sehr spezielle Charakteristik. Alle seine Figuren sind dick – sehr dick. In seiner Ästhetik sind dicke Menschen schön. Somit bilden seine Bilder dicke Menschen ab: Könige, Soldaten, aber auch Tänzerinnen und Toreros, die man eher mit dünnen Figuren assoziieren würde.

Nach ersten plastischen Arbeiten Anfang der 60er Jahre widmet sich Botero ab 1976 mehr und mehr der Skulptur. Auch hier finden sich die für ihn wichtigen Themen wieder: die sinnlichen Formen, der Umgang mit Volumen und die technische Perfektion.

Bob Ross, 1942 – 1995

Über Kunst kann man ja bekanntlich streiten. Ob Werke von Bob Ross Kunst sind muss jeder für sich entscheiden. Wie übrigens bei allen Kunstwerken. 416 Folgen seiner Fernsehsendung wurden produziert, er errreichte damit Weltbekanntheit und seine Technik wird bis heute vermarktet.

Ich habe die meisten Bob Ross-Folgen im Fernsehen mehrmals gesehen. Hab sie phasenweise sogar aufgezeichnet. Bob Ross ist für mich der Inbegriff von Freude an der Malerei. Bis heute bleibe ich fasziniert vor dem Fernseher sitzen, wenn ich beim zappen auf Bob Ross treffe.

Da stellt sich ein Mann hin und erzählt:

- Denken Sie an die Tiere im Wald, sie brauchen einen Platz zum Leben.

- Wir machen keine Fehler, es gibt nur lustige Unfälle.

- Malen ist ganz einfach, jeder kann es.

Mit ruhiger, gelassener Stimme vermittelt mir Bob Ross, dass ich gar nichts falsch machen kann. Dass ich mir meine Welt malen kann wie ich es möchte. Er vermittelt Grundbegriffe wie Licht und Schatten, fett auf mager, hell auf dunkel. Erklärt einen mehrstufigen Bildaufbau anhand von Gebirge, Nebel, Baumgrenze, Wasser und Gebüsch im Vordergrund. Er vermittelt basische Maltechniken mit leichter Hand. Er kratzt, tupft, streicht mit großem Werkzeug und produziert mit Schwung einen Wasserfall. Und der Kommentar dazu:

- Let’s make noises – lass uns Geräusche machen und wusch schon fließt das Wasser.

Gut – alle seine Bilder sehen irgendwie gleich aus. Aber dieser Mann liebte die Berge, er liebte die Natur mit Flora und Fauna. Er gibt jedem Baum einen Freund und meint dazu ‘Everybody needs a friend’. Und dann malt er zum ersten abgestorbenen Baumstamm einen zweiten. Übrigens bei allen bekannten Künstlern sehen die Bilder irgendwie gleich aus. Egal ob man einen Botero oder einen Van Gogh anschaut. Und es ist doch mal schön, dass ein Künstler nicht in Depressionen versinkt, sich ein Ohr abschneidet oder dem Suff verfällt.

Ich selbst habe mit Landschaften nichts am Hut. Hab in meinem Leben nur eine gemalt und die ist schlecht. Es hat mir auch keine Freude gemacht. Hier kann man sie anschauen. Insofern würde ich mir keinen Bob Ross aufhängen. Aber ich liebe seine kräftigen Farben, die Freude, die er vermittelt und seine gelassene Stimme.

Leider ist Bob Ross schon seit 1995 tot. Ich hoffe, dass seine Botschaft noch lange erhalten bleibt. Für mich ist er auf jeden Fall ein großer Künstler. Und gerne zitiere ich die letzten Worte seiner Sendungen.

„I wish you happy painting and god bless my friends“

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