Archiv für Juni 2008|Monatliche Archivseite
Sommerpause
Es tut sich nix bei mir. Es ist zu heiß und zu hell um zu malen. Die Abende sind lange hell, die meisten mögen das – ich nicht so, bin doch eher eine Nachteule. Ich male in dieser Zeit sehr wenig. Ich brauche die Dunkelheit zum Arbeiten. Und da es so wenig dunkel ist – tut sich nix bei mir.
Für die Menschen, die auf ein Portrait warten versichere ich an dieser Stelle, ich werde daran weiterarbeiten, wenn es nicht mehr so heiß und so hell ist.
Diese Pause ist normal, sie nervt mich aber auch immer. Denn eigentlich will ich ja schon was tun, aber … naja. Auch meine verbale Kreativität ist im Moment sehr begrenzt, wie man unschwer feststellen kann.
Ich werde die Zeit also für Urlaub und ein bißchen Sport nutzen.
Postkarten
10 Gemälde habe ich mir ausgesucht und davon Postkarten machen lassen. Idee gut, Ausführung mangelhaft. Leider wellen sich die Postkarten in den Schaukästen. Eine Seite ist mit einer glänzenden Folie überzogen, die Rücksteite ist unbehandelt, damit man drauf schreiben kann. Wie gesagt, Idee gut, aber … Es liegt wohl an der Luftfeuchtigkeit, die auf der einen Seite rein kann, auf der anderen Seite aber nicht. Ein ungleiches Verhältnis also.
Der geneigte Käufer sollte sich also die Mühe machen und die kleinen Kunstwerke vorsichtig in die richtige Richtung biegen. Dann hat er auf jeden Fall etwas davon. Sie sehen richtig super aus. Wie der Flyer. Kein Wunder, sie wurden nach super Motiven gemacht.
Ja, ich bin stolz drauf, dass einiges richtig gut geworden ist. Hier kann man die Postkarten sehen.




Diese Motive stehen zur Wahl:
Übrigens, die Postkarten kosten 2,- EUR das Stück und
ich habe schon 5 davon verkauft !!!
Das erste Mal
Es war das erste Mal, dass ich zu einer Vernissage geladen habe. Alles war sehr aufregend und richtig schwierig für mich. Einiges hab ich im Vorfeld vergessen, nicht beachtet oder einfach nur falsch gemacht. Dennoch verbuche ich die Veranstaltung als Erfolg.
Ich habe viel gelernt über den Ort, die Urzeit, die Bewerbung eines solchen Events und auch die Tatsache, dass ich mich als Künstlerin zeige. …kommen Sie rein, treten Sie näher, finden Sie meine Bilder gut … Eine Aktion, an die ich mich erst noch gewöhnen muss.
Ich bin den Kollegen und Freunden, die mich besucht haben, sehr dankbar für die Schützenhilfe, für die Fragen zu meinen Gemälden, die aufmunternden Worte und das Interesse. Ohne Euch wäre alles viel schwieriger gewesen.
Verkauft habe ich nichts, dennoch bin ich reicher als vorher. Reich an Erfahrung, Eindrücken und auch neuen Ideen für einen 2. Versuch.





Flyer
Am Samstag ist es soweit. Von 10:00 bis 13:00 h wird die ‘Künstlerin Astrid Keller’ im Reformhaus am Hinteranger Ansprechpartner für Ihrer Bilder sein. Ich bin ja so aufgeregt. Schließlich es für mich das erste Mal.
Gestern Abend habe ich 500 Flyer verteilt, einen eigenen ‘Austrager’ kann ich mir nicht leisten. Also bin ich für 2 Stunden durch Landsberg gelaufen und habe die Anwohner mit meiner Kunst versorgt. Heute Abend gibt es noch eine kleine Runde. Es sind noch ca. 200 Flyer übrig.
Ich freue mich auf Samstag und bin sehr nervös. Na, es wird schon gut gehen. Wem meine Kunst nicht gefällt, der kann sich bei der begleitenden Weinprobe ja betrinken.
Mohn
Der Mohn blüht. Beim Radeln bin ich an einer großen Mohnwiese vorbeigefahren. Das ist die Freude am Radeln, die Weite, die Farben, der Duft, die viele Luft. Zeit, um Dinge zu sehen, die im Arbeitstag untergehen. Träumen, Ideen entstehen lassen, an das Gute der Welt glauben. Ein Genuss.
Mir sind die Mohnbilder eingefallen. Es hätte mal eine Wiesen-Serie geben sollen. Drei Farben, drei Blumen, drei Bilder. Rote Blumen, blaue Blumen und gelbe Blumen. Die Idee ist schon ca. 5 Jahre alt.
Den Wahnsinn mit blau, rot, gelb hab ich also schon länger. Vom Blumenthema bin ich allerdings sehr weit entfernt. Ich kann es einfach nicht, Blumen malen. Natur, viele Blätter, Gräser, Himmel usw. Ist einfach nicht mein Ding. Oder sollte ich es mal versuchen?
Die Vorlagen sind da, ich könnte mich mit Acryl versuchen. Acrylfarben sind im Haus, weil in 3 Wochen die Weiterbildung bei Faber-Castell statt findet. Diese Weiterbildungen finden immer mi Acrylfarben statt. Ich könnte es also tun.
Man nehme
Wandfarbe, Klebeband, Pinsel und bekommt – eine gestrichene Wand natürlich.
Jeder geht mit Streß anders um. Wenn ich nicht mehr weiß, wer ich bin bastle ich an der Wohnung rum. Es wird ausgemistet, umgestellt und verlagert. Nicht dass ich ein Sammler wäre, aber es findet sich immer was. Es wird geputzt, gewaschen und gespült und die Wand im Wohnzimmer wird neu angestrichen.
Nicht einfach blau oder grün. Nein, das wäre zu einfach. Die Verwirrung in mir ist viel größer also fange ich auch einen viel größere Aufstand an. Ich streiche die Wand schwarz/weiß kariert. Große Quadrate zieren nun mein Wohnzimmer. Noch ist es eine Baustelle und vielleicht mach ich alles zu kompliziert. Vielleicht mach ich unnötige Dinge, nicht wirtschaftlich oder effizient genug. Das kann schon sein.
Aber mir gefällt die Arbeit an der Wand. Die Größe der Quadrate ausrechen, vorzeichen, Klebeband verschwenden. Mit Farbe klecksen, Musik hören und nur mit mir selbst kommunizieren. Rückzug auf der ganzen Linie.![]()
Tut gut und bringt mir die gewünschte Klarheit.
Kommentar schreiben
Kommentar schreiben


Kommentar schreiben





















