Archiv für April 2008|Monatliche Archivseite

Sechs Augen

Ab heute wird zurück geschaut

Vier Augen

Vier Augen sehen mehr als zwei. Sagt man so. Für mich bedeutet das im Moment, dass nicht nur ein Augenpaar auf mich gerichtet ist, wenn ich an meinem Blog schreibe, sondern gleich zwei.

Die japanische Frau schaut mich verträumt an. Ihr blasses Gesicht vermittelt etwas edels, feines. Sie kennt sich hier schon aus, kennt meinen Lebensrhytmus, meinen Musikgeschmack und den Geruch meiner Wohnung. Einen Geruch, nach dem sie selbst auch riecht. (Nein sie müffelt nicht, es der feine, edle Geruch von Ölfarbe und Leinöl!)

Neu in meinen heiligen Hallen ist Achim. Die erste Vorzeichnung zeigt zwar noch nicht Achim, sondern nur die groben Umrisse eines Mannes, aber Augen hat er schon. Und er kann schon damit schauen. Wie alle anderen Bilder schaut er mich direkt an. Ach ja und er müffelt noch nicht. Die Vorzeichnung ist noch in Aquarell. Er sieht noch etwas erschrocken aus. Wie konnte das passieren, mein Kopf auf einer Leinwand?!?

Vielleicht sollte ich die beiden gegenüber stellen, dann können sie sich anschauen und ich bin raus? Japan trifft Bayern, vielleicht würden sich die beiden ja gefallen?

Wer weiß das schon.

Die schöne Raffaela

Lempicka

Der Künstler

Der Künstler an sich ist ein förderungswürdiges Wesen. Zumindest findet das der BBK, der Berufsverand Bildender Künstler. „… Der BBK vertritt die Interessen der Künstlerschaft gegenüber der Bundesregierung, die die Rahmenbedingungen für künstlerische Berufe in der Innen-, Finanz-, Rechts- und Außenpolitik setzt und die Kunst an den Bauvorhaben des Bundes verwaltet.“

Künstler, die eine Hochschule absolviert haben werden automatisch aufgenommen. Um Quereinsteiger kümmert sich eine Kommission. Das bedeutet für mich, dass ich mich ‘bewerben’ darf und die Kommission darüber entscheidet ob ich als Künstler dem BBK beitreten kann. Das ist mal was Neues für mich.

Ich werde also demnächst einen Termin bekommen, bei dem ich vorstellig werde, für mich sprechen und im positiven Fall darf ich 150,- EUR im Jahr und eine einmalige Aufnahmegebühr in Höhe von 80,- EUR bezahlen.

Dann bin ich eine offiziell anerkannte Künstlerin. Na, das ist doch was.

Pause

Zwei Rahmen wollen bespannt sein – sie stehen mahnend rum.

Drei Leinwände sind fertig zur Grundierung – ich hab sie unter den Tisch geschoben.

Die Zutaten für Kreidegrund stehen unbeachtet in der Küche – keine Gefahr mehr, sie mit dem Essen zu mischen.

Ich mache Pause. Eine Dienstreise und viel Zeit zum nachdenken sorgen für eine Pause. Ganz untätig bin ich nicht. Vier Bilder hab ich gefirnist, eins gerahmt, drei stehen reisefertig im Gang, sie reisen in den Keller. Meine Papiere sind geordnet, die Rechnungen überwiesen. Alle derzeitigen Entwicklungsstufen wurden im Bild festgehalten. Da ich analog arbeite werden die geneigten Leser darauf noch etwas warten müssen.

Im Kopf, da mach ich gerade Pause. Die vergangenen Tage ware zu voll mit Eindrücken, Reise, Messebesuch und einem Abend voller Comedy. Und jedes für sich hat sehr viel Freude gemacht. In Summe brauche ich eine Pause. Ich vertrau einfach drauf, dass der Arbeitsschwung schon wieder kommt, wenn ich ausgeschlafen bin.

Ich geh zu Bett, es ist erst 22:30, das gabs schon lange nicht mehr.

Martina

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Bilderlager

Es ist zu voll in der Wohnung. Alte Werke müssen Platz machen für neue Werke. Also geht’s ans Einpacken. Die Bilder werden an den Ecken geschützt, in Luftpolsterfolie gesteckt und im Keller gelagert. Schade eigentlich, aber es muss sein.

An manchen Bildern hab ich mich satt gesehen. Und wenn ich mal die superbekannte Künstlerin bin, dann gehen diese Frühwerke superteuer über den Tisch.

Naja, jeder hat so seinen Traum.

Francoise

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ars mundi

Die Welt der Kunst

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Online

Es ist ja so schön, dass das Internet ermöglicht so einfach mit der ganzen Welt zu kommunizieren. Und alles ist so leicht zu bedienen, nur einloggen, hochladen, schreiben, freigeben und schon findet jeder auf dem Portal alles was er für seine Vorlieben braucht .

Dennoch ist es schon eine ganze Menge Arbeit, das ganze einloggen, hochladen, schreiben und freigeben. Und ich spreche nicht vom Blog, sondern von der Flut an Kunstmärkten, die inzwischen das Internet bevölkern. Und jeder will ein Bild und eine Beschreibung. Die einen sind höflicher in der Ansprache, bei anderen hat man eher das Gefühl, als wollen Sie einen bevormunden. Sie bieten die Möglichkeit zur Ausstellung der Werke, Darstellung des Künstlers, Veröffentlichung von Kontaktdaten und den direkten Vergleich mit Gleichgesinnten.

Die Flut der kostenlosen Web-Katalogen ergänzt das Angebot.

Einige Portale sind ‘voll cool’ andere sehen nur cool aus. Von kostenpflichtig über umsonst ist alles dabei. Ich wühle mich gerade durch den Datendickicht. Die Ergebnisse meiner Recherche finden Sie künftig unter der Rubrik Kunstmärkte.

Ich erhebe natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Das wäre bei einem schnell wachsenden Medium wie dem Internet auch gar nicht möglich.

malermanufaktur.shop

Kunst gibt’s bei mir natürlich auch.

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Alles Kunst.net

Kunst, Kataloge, Biografien, Magazine, Kalender und jede Menge Künstler

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Kunst für alle.

Kunstverkauf, Leasing, Vermietung, Auktion. Kunst finden nach Preisklassen sortiert.

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internet-gallery

Von Photography bis Malerei, von Skulptur bis digital art. Jede Menge zu gucken. Raum 21 ist besonders zu empfehlen.

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Der Künstlermarkt

Kunstwerke, Künstlerbedarf, Künstler, eine Karte mit Einträgen über Künstler/Veranstaltungen/Ateliers.

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Öl auf Holz

Öl auf Holz – das sind bemalte Holzkörper zum an die Wand hängen. Also ein dreidimensionales Ölbild. Das gibt’s in verschiedenen Größen. Die hier sind 10 cm x 10 cm x 3 cm. Die Farben orientieren sich an den großen Ölgemälden. In diesem Fall die Farbwahl ‘Verena’.

Es macht Spaß auch mal was anderes zu bemalen als nur Leinwände. Früher habe ich die Vorderseite meines Nachttischchens bemalt, die Rückseite von Ausstellungsbildern im Büro meiner Mutter oder mein Fahrrad.

Ich schätze, ich sollte mal wieder meine Wände in der Wohnung bemalen. Für die nächste Fotosession muss das sowieso gemacht werden.

Es sollen schwarz/weiße Quadrate werden – für mehr Kontrast beim Akt.

Verena I-III

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Änderungen

Schlimm, tragisch aber unvermeidbar. Manchmal muss man es tun. Und dabei spielt es keine Rolle ob man es tun will oder nicht. Manchmal muss man zu einem sehr späten Zeitpunkt an einem Bild grundlegende Änderungen vornehmen.

Ein Auge der japanischen Frau ist nur suboptimal. Also werde ich versuchen die Sitation zum Besseren zu verändern. Nicht einfach, nachdem ich schichtweise die jetzige Situation aufgebaut habe. An dieser Stelle kann man nur das Beste hoffen, kann vertrauen, dass schon alles gut wird.

Es ist ziemlich schwierig nach so viel Hinschauen die notwändigen Änderungen zu sehen und möglichst harmonisch umzusetzen. Vielleicht hilft es mir die Sache aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Das bedeutet dann, dass ich das Bild auf den Kopf stelle und versuche zu erkennen was nicht stimmt. Eine neue Perspektive, eine neue Anforderung an die Hand-Augenkoordination und eine enorm große Anspannnung für den Geist.

Was wäre das Leben ohne Herausforderungen.

Claudia

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Trittfest

Ist schon gut, wenn man weiß wohin man geht. Wenn man es nicht weiß, macht man Erfahrungen und weiß es vielleicht künftig.

Neulich durfte ich wieder eine Erfahrung machen. Ich habe Besuch bekommen. Bilder anschauen. Es freut mich, wenn jemand meine Bilder sehen will. Also gibt es eine Führung durch die Wohnung. Im Wohnzimmer liegen fast fertige Leinwände auf dem Boden. Groß und schön. Gut, man sollte schon drum rum gehen, aber dafür ist eigentlich genug Platz. Aber, der Besucher was sooo fixiert auf ein Bild, dass er mitten in die fast fertige Leinwand getreten ist.

Jetzt ist sie nicht mehr fast fertig, sondern fix und fertig. Ein 10 cm langer Riß im Kreidegrund macht sie unbrauchbar. Außderdem ist das Leinen an der Stelle ausgeleiert und kann wahlweise nach innen oder aussen gedrückt werden.

Lektionen, die das Leben schreibt. Wenn Besuch kommt, lass ihn erst mal nicht weiter als in den Gang. Räum ganz schnell alle Leinwände weg, die sonst den Fußboden besiedeln und bewach den Besucher skeptisch. Es könnte ja sein, dass ihm das nötige Feingefühl für meine Kunstwerke fehlt.

Oder, dass er so davon in Bann gezogen ist, dass er nichts anderes mehr sieht. Ich bild mir lieber zweiteres ein.

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