Frau am Start
Ich hab angefangen zu arbeiten. Mädels malen ist mir das Liebste. Ich hab im Archiv geblättert und mir eine ausgesucht. Wie aus dem Katalog. Das klingt jetzt nicht so gut. Aber – das Foto, das diesem Bild zugrunde liegt hab ich selbst gemacht, das Modell ist einverstanden, dass es auf der Leinwand verewigt wird. Und ich bin froh, dass ich wieder was tu.
Gratulation an den Dirigenten
Manchmal geht’s ganz schnell. Kaum übernimmt der Dirigent Wolfgang Turba das Akkordeon Orchester Kaufering von seinem Vorgänger Heinz Jürgens. Schon wird eine Straße nach ihm benannt. Gibt’s nicht – gibt’s schon.
Gut, die Straße hat nicht wirklich was mit der Dirigentschaft zu tun. Ich gratuliere Wolfgang Turba auf diese Weise für die herausragende Leistung am Samstag beim Konzert in Kaufering.
Mehr Informationen gibt es hier.
Was mich tröstet
Einziger Trost ist die Tatsache, dass ich immer irgendwelche Ideen habe, in die ich meine Energie, Aufmerksamkeit und Finanzen stecke. In der Vergangenheit gabs da schon diverse Weiterbildungen, Reisen oder auch Projekte im zwischenmenschlichen Bereich.
Immer stürze ich mich mit aller Inbrust darauf, glaube daran und bring mich ein. Meistens schieß ich bös übers Ziel hinaus, werd von Leben zurück gepfiffen und erweitere so meinen Erfahrungsschatz.
Es spielt also keine Rolle ob ich in der Vergangenheit viel oder wenig in die malermanufaktur investiert habe. Ich hab auf jeden Fall viel gelernt. Und ich komme nie in die Versuchung zu sagen: Hätt ich es doch versucht.
Es ist völlig normal, dass ich über derartigen Themen wochenlag brüte. Man hat’s ja an den Einträgen gesehen, oder besser am Fehlen der Einträge im Blog. Ich hatte nichts zu sagen, wollte nicht reden. Gut erkennbar ist auch die Wut, die sich immer dann in mir anstaut, wenn etwas nicht so läuft wie ich dachte. Manchmal klappt auch ein kleiner Teil meiner Vorhaben. Aber über den großen Rest, der schlecht ist bin ich meist so sauer, dass ich mich über den Erfolg nicht freuen kann.
Aber halt, das war die falsche Richtung. Ich tröste mich ja gerade. Alles halb so schlimm. Eine Erfahrung mehr.
Wie es künftig im Blog weitergeht weiß ich noch nicht. Ich grüble noch. Eigentlich hat mir das Schreiben immer gut getan. War manchmal ganz spannend, dass ich was in den Blog schreibe und mir am nächsten Tag das gleiche von völlig anderer Seite gesagt wird. Und manchmal gabs auch Feedback und manche Beiträge waren richtig gut.
Demotivation
Die letzten beiden Beiträge klingen demotiviert? Tatsächlich. Kann gar nicht sein. Wo ich mich doch seit Wochen frage wie es weiter gehen soll. Meine Wände sind voller Gemälde, die sich nicht verkaufen. Meine Arbeit ruht.
Ich kann und will nicht jedes Jahr meine sauer verdienten Kröten in eine Ausstellung stecken, die dann als Minusgeschäft endet. Als Minus für Finanzen, Energie und Psyche. Vom Lob allein kann ich nicht leben, geschweige denn meinen Haupt-Broterwerb aufgeben. So nebenbei hab ich auch nicht ständig die Energie mir einen neuen Ausstellungsort zu suchen: verhandeln, aufbauen, aushängen, hoffen, abbauen und alles wieder mit nach Hause. Wozu? Damit noch mehr Leute gesehen habe, dass ich ein Bild malen kann?
Ich brauche keine Bilder mehr in meiner Wohnung, die ist voll.Und in letzter Zeit ersticken mich die Bilder mehr, als sie mich erfreuen. Im Keller stehen übrigens auch überall Bilder rum, was soll ich damit?
Das Online-Geschäft hat gar nichts gebracht. Aufmerksamkeit, na klar, das schon. Vor allem von Portalen, bei denen ich Bilder ausstellen kann für nur 50,- EUR im Jahr bin ich dabei. Und verkaufen tu ich trotzdem nichts. Alles schon versucht.
Wenn ich aber nicht investieren will und kann, wie geht es dann weiter? Ich stecke in einer großen Krise – Schaffenskrise – Überlebenskrise – was auch immer. Ich kann mir ein Leben ohne malen nicht vorstellen, zumindest nicht langfristig. Aber der Versuch der Professionalität ist gescheitert. Scheinbar schaff ich auch mental den Spagat nicht zwischen Alltagsjob und Künstler.
Ich frage mich oft was aus meiner Kunst werden würde, wenn ich mich tagsüber nicht anpassen müsste. Wäre meine Kunst dann besser? Und wenn sie besser wäre, würde ich was verkaufen? Und wenn ich was verkaufe, könnte ich davon leben? Oder müsste ich in einem winzigen Zimmer leben und auf den Umsatz für die Miete hoffen. Das kann ich nicht und das will ich nicht.
Kunst für Jedermann
Bei meiner Arbeit für die Ausstellung ‘Das Leben ist bunt’ hab ich extra Bilder in kleineren Formaten gemalt, weil ich mir dachte, dass vielleicht jemand, der nicht so viel verdient und nicht so viel Platz hat, sich ein Kunstwerk, ein schönes Gemälde, leisten kann. Die bittere Erkenntnis:
Otto-Normalverbraucher will gar keine Kunst. Meine nicht und auch sonst keine. Er geht lieber zum Baumarkt und sucht sich in der Dekoecke den Ein-Millionsten-Druck eines schlecht gemaltes Herzens oder einer Toscanischen Landschaft. Buo ej Toscanische Landschaft, geh mir weg mit dem Scheiß. Ich kanns nicht mehr sehen. Schlecht gemalt, schlampig verarbeitet und immer noch überteuert – das kauft sich Otto-Normalverbraucher gern. Na vielen Dank.
Der kleine Mann auf der Straße verbraucht die Kunst gerne. Er geht auf Vernissagen, zur Kunstnacht oder zu ‘Kunst am Bach’. Sowas gibt es in kleinsten Gemeinden heutzutage. Rund um die Kunst wird ein Volksfest oder eine Abend- oder Nachtveranstaltung auf die Beine gestellt. Und alle kommen. Solche Veranstaltungen gibt es natürlich nur weil die EU Gelder für Kunstveranstaltungen zur Verfügung stellt. Und da man die Gelder will, macht man halt in Kunst. Außerdem findet sich immer eine Horde ehrenamtlicher Helfer, die sich gerne einbringt.
Rentabel sind die Veranstaltungen meist nicht, zumindest nicht für den Künstler. Für den Caterer vielleicht. Aber jeder kommt. Und jeder macht ah und oh für Lichterspiele und Musik zu später Stunde. Ob das Angebot Kunst ist weiß man nicht. Oft genug wird über die ausgestellten Werke nur müde gelächelt, wenn nicht gar gespottet. Alles schon erlebt.
Wenn Kunst aber nur was für eine kleine reiche Elite ist, an die eh keiner rankommt. Wieso mach ich dann in Kunst?
Die Kunstwelt
… ist eine Branche wie jede andere auch. Das war mir schon klar.
… ist für Menschen mit Geld. Wer Geld hat oder aus reichem Haus kommt kann sich die teuren Teilnahmen an Biennalen, die Organisation von Ausstellungen oder das aufwändige Leben mit vielen Reisen leisten.
… hat ihre eigenen Regeln. Und ein Außenseiter ist nicht gefragt.
… lebt davon, dass eine kleine Klientel Menschen nichts anderes zu tun hat, als festzulegen was Kunst ist und was nicht.
… verbraucht ihre Akteure genauso wie Film, Theater oder Comedy. Das muss man mögen.
… vertreibt sich die Zeit mit sich selbst. Sei skandalös, fall auf, provoziere. Dann bist Du Tagesgespräch und ein Kunstwerk.
… lebt von der Beachtung und der Bewunderung der Menschen, die sich Kunst gar nicht leisten können und auch nicht leisten wollen.
… kann mich mal.
Up2Date Bigband spielt in Schwabmünchen Ständchen auf
Anläßlich des Geburtstags von Steffi spielte die Up2Date Bigband auf.



Gute Stimmung, gute Musik und gutes Essen. Ein gelungener Abend. Mehr Fotos zum Abend finden Sie hier.
Lilli Hill, geb. 1976
Die Frau in ihrer reinsten Form



Mehr Informationen zur Arbeit von Lilli Hill finden Sie auf boesner.tv und auf ihrer Homepage.
Brad Howe, geb. 1959
Skulpturen, Bilder, Drucke, Installationen mit einer klaren Handschrift



Mehr Informationen finden Sie hier.
Was tun?
Eine erste Mallust kündigt sich an. Ein unfertiges Aktgemälde steht seit gestern in meinem Wohnzimmer. So nebenbei frage ich mich wie es weitergehen soll, was mich daran stört, was mir gefällt. Ob ich es vielleicht komplett wegwerfen soll oder es für abgeschlossen erklären soll? Grundlegende Fragen drängen sich in meinen Kopf:
Wie mach ich generell weiter?
Wie verändert die Recherche nach anderen zeitgenössischen Künstlern meine Arbeit?
Was macht mein Leben aus?
Was macht meine Malerei aus?
Womit will ich meine Zeit verbringen?
Ich hab bald Geburtstag, da drängen sich solche Fragen manchmal auf. Ich bin gespannt was rauskommt. ![]()
Markus Fräger, geb. 1959
Menschen, alltägliche Situationen sind das Thema von Markus Fräger



Mehr Informationen finden Sie auf seiner Homepage.
Alex Flemming, geb. 1954
Spiel mit Worten, Fotografie und alltäglichen Gegenständen


Mehr Informationen über Alex Flemming finden Sie auf seiner Homepage. Entdeckenswert!
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